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Serienstars im RND-Interview

„Bridgerton“-Star Nicola Coughlan: „Ich hatte im Vorfeld wirklich Angst vor den Sexszenen“

Bridgerton. (L to R) Luke Newton as Colin Bridgerton, Nicola Coughlan as Penelope Featherington in episode 302 of Bridgerton. Cr. Liam Daniel/Netflix © 2024
Bridgerton. (L to R) Luke Newton as Colin Bridgerton, Nicola Coughlan as Penelope Featherington in episode 302 of Bridgerton. Cr. Liam Daniel/Netflix © 2024

„Bridgerton“ geht am 16. Mai bei Netflix in die von vielen langersehnte dritte Staffel, zumindest mit den ersten vier Folgen. Für den zweiten Teil müssen sich Fans dann noch mal einen Monat gedulden. Diesmal geht es um die Liebesgeschichte von Penelope Featherington (Nicola Coughlan) und Colin Bridgerton (Luke Newton) – und natürlich um die Frage, ob Penelope ihre Identität als Lady Whistledown weiter geheimhalten kann.

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Wie war es für Sie, in der neuen „Bridgerton“-Liebesgeschichte zum Hauptpaar der Staffel zu werden?

Nicola Coughlan: Es war fantastisch, sehr einschüchternd, aufregend, herausfordernd, anstrengend. Es waren alle Gefühle dabei.

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Als Lady Whistledown hatten Sie schon seit Staffel eins eine Sonderrolle. Wie wichtig ist ihre Existenz für die ganze Serie?

Coughlan: Die Rolle von Whistledown ist wirklich wichtig, weil sie ein Fenster zum Geschehen ist. Jede Figur in der Serie liest „Whistledown“ und die „Bridgerton“-Gesellschaft ist eine, in der Frauen nicht viele Wahlmöglichkeiten haben. Sie können sich oft nicht aussuchen, wen sie heiraten, und sie können nicht arbeiten. Gossip ist sehr wichtig für sie. Er ist eine Währung und ein Mittel, um Macht zu haben. Es ist eine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren.

Luke Newton: Lady Whistledown nimmt außerdem jeden in die Pflicht. Du kannst dich nicht daneben benehmen, weil sie dich erwischen wird. Sogar die Königin fühlt sich durch ihre Anwesenheit bedroht. Das macht es spannend.

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Wie froh sind Sie, im Heute zu leben und nicht in dieser Zeit, in der die Serie spielt?

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Newton: Oh, sehr froh.

Coughlan: Definitiv. Außerdem müssen die Leute damals gestunken haben. Das ist eine Sache, über die ich nachdenke …

Newton: Sie hatten keine Zähne …

Coughlan: … viel Skorbut …

Newton: Seien wir ehrlich, unser Haar würde nicht so aussehen wie jetzt.

Coughlan: Gott, nein (lacht). Es gäbe keinen Highlighter. Ich denke, wir sind besser da, wo wir sind.

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Um einen Ehemann zu finden, will Colin in der neuen Staffel Penelope helfen, sich von der Meinung anderer freizumachen und sie selbst zu sein. Auch in unserer heutigen Gesellschaft gibt es bestimmte Erwartungen. Wie bekommen Sie es hin, sich davon freizumachen?

Newton: Ich denke, das ist eine der wichtigsten Botschaften der Staffel. Und es geht dabei immer um Ausgewogenheit. Es ist einfach zu sagen: „Kümmere dich nicht darum, was die Leute denken und sei du selbst.“ Aber wir leben in einer Welt, in der das fast unmöglich ist. Es geht um die richtige Balance. Ich versuche immer, mich auf die Meinungen von Menschen zu konzentrieren, die mir wichtig sind. Denn es ist auch wichtig, Feedback zu bekommen und in der Lage zu sein, von anderen Menschen zu lernen und zu wachsen. Es geht also darum, sich auf die richtige Energie zu konzentrieren.

Apropos Erwartungen: In der neuen Staffel gibt es wie in den vorherigen auch explizite Sexszenen. Ich habe gelesen, dass Sie, Nicola Coughlan, auf eine Klausel im Vertrag bestanden haben, die vorsieht, dass eine Version ohne Sexszenen mit Ihnen für Ihre Eltern geschnitten wird.

Coughlan: Ich dachte bis vor Kurzem, diese Sexklausel steht in meinem Vertrag. Und dann hat mich meine Anwältin angerufen und sagte: „Das steht nicht in deinem Vertrag. Warum dachtest du das?“ Ich habe mich wohl einfach selbst davon überzeugt. Jetzt muss ich leider wirklich gut darin werden, schnell vorzuspulen oder anzuhalten, wenn die Sexszenen kommen, weil ich sie wirklich nicht mit meiner Mutter sehen will.

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Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mutter Sie sich nicht einfach allein ansieht auf Netflix, wenn Sie nicht dabei sind?

Coughlan: Sie weiß nicht, wie das geht. Meine Mutter braucht mich, um den Fernseher anzuschalten. Ich bin also relativ sicher. Ich bin wie ihre Technikerin, ich habe die Kontrolle darüber.

Newton: Oh, du hast Glück.

Wie ist das mit Ihren Eltern, Luke Newton?

Newton: Ich möchte, dass meine Mutter zur Premiere kommt. Aber ich denke, ich werde mich vorher mit ihr unterhalten und sagen: „Wenn es zu diesen lustigen fünf, zehn, 15 Minuten kommt, kannst du einfach so tun, als wäre das nicht ich, sondern dieser Typ aus dem Jahr 1816?“ (Coughlan lacht) Wir werden sehen, wie das funktioniert.

Abgesehen von Ihren Eltern: Wie war es für Sie, solch intime Sexszenen zu drehen?

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Coughlan: Ich hatte im Vorfeld wirklich Angst vor den Sexszenen. Je länger ich über etwas nachdenke, desto schlimmer wird es in meinem Kopf. Aber als wir dann mit den Vorbereitungen für den Dreh begannen, fühlten wir uns sehr unterstützt. Wir hatten eine unglaubliche Intimitätskoordinatorin, die uns gefragt hat, was wir tun wollen und was nicht, was die Szenen vorsehen und ob wir uns damit wohlfühlen. Keiner hat uns gesagt, wie viele Sekunden wir uns küssen oder berühren sollen. Wir hatten die Kontrolle darüber. Das war seltsamerweise sehr ermutigend, und am Ende waren es brillante Drehtage, weil wir sie so gut vorbereitet und Vertrauen zueinander hatten. Wir konnten es genießen. Außerdem gibt es bei diesen Szenen nicht viel Text (lacht). Das war großartig.

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