EU und Israel planen Zusammenarbeit im Energiebereich
Die EU-Kommission hatte schon Mitte Mai angekündigt, dass sie noch vor dem Sommer ein Energieabkommen mit Israel und Ägypten abschließen will über Flüssiggaslieferungen (LNG) für Europa. Rund 90 Kilometer vor der israelischen Küste wurden große Erdgasvorkommen entdeckt.
Von der Leyen verwies auch auf den Bau einer geplanten Stromverbindung zwischen Israel, Zypern und Griechenland im östlichen Mittelmeer. Zudem sei eine Gaspipeline im östlichen Mittelmeer in Vorbereitung.
Das Projekt war zwischenzeitlich schon fast aufgegeben. Eine 1900 Kilometer lange Pipeline namens EastMed (Ostmittelmeer) soll Gas von Israel über Zypern nach Griechenland und damit in die Europäische Union leiten. Dann könnte es nach Mitteleuropa weitertransportiert werden.
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Israels Ministerpräsident Naftali Bennett sagte nach Gesprächen mit dem italienischen Premier Mario Draghi, die Zusammenarbeit im Energiebereich habe das Ziel, dass Gas aus Israel auch Europa dienen könne. Draghi besucht derzeit Israel. Er betonte, auch Italien wolle seine Abhängigkeit von russischem Gas verringern. Am Abend wollte sich Bennett mit von der Leyen treffen. Am Mittwoch reist von der Leyen weiter nach Ägypten.
Die EU versucht, so schnell wie möglich unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden – sowohl von Pipelinegas als auch von LNG.
Mit Aussicht auf ein Lieferabkommen mit der EU hat Israel seine Offshore-Erdgasproduktion gesteigert. Das Land ist auf dem besten Weg, seine Produktion in den nächsten Jahren von etwa 20 Milliarden Kubikmetern auf etwa 40 Milliarden Kubikmeter zu verdoppeln, heißt es.
Israel beliefert derzeit nicht nur seinen eigenen Markt, sondern exportiert auch über ein lokales Netz von Pipelines in die Nachbarländer Ägypten und Jordanien.
RND/rix/dpa
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