Rumänien, Moldau und Bulgarien: Vier Todesopfer durch Schneechaos
Bukarest. Nach heftigem Schneefall in Verbindung mit starkem Wind waren am Sonntag in Rumänien, Moldau und Bulgarien Tausende Ortschaften ohne Strom, mehrere Fernstraßen mussten nach Behördenangaben gesperrt werden. Vier Menschen starben.
In Bulgarien veranlassten die heftigen Winterstürme und starken Schneefälle die Regierung dazu, am Sonntag in weiten Teilen des Landes den Notstand auszurufen. Mehr als 1000 Ortschaften waren ohne Strom, wie Ministerpräsident Nikolaj Denkow mitteilte. In der Hauptstadt Sofia wurde die Stromversorgung in den südlichen Stadtteilen wegen beschädigter Leitungen unterbrochen, wie bulgarische Medien berichteten. Von den für November ungewöhnlich intensiven Schneefällen und Verwehungen war der Nordosten von Bulgarien am stärksten betroffen.
Obdachloser erfriert in Bulgarien
Landstraßen waren wegen des vielen Schnees, Berichten zufolge, unbefahrbar. Abgebrochene Äste blockierten vielerorts die Fahrbahnen. Zwei Menschen starben bei Verkehrsunfällen, 36 weitere wurden durch das stürmische Wetter verletzt. Bei dem Wintereinbruch mit eisiger Kälte erfror zudem ein obdachloser Mann. Er wurde leblos bei Mülltonnen im mittelbulgarischen Kasanlak gefunden, berichtete der Fernsehsender Nova am Sonntag.
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Zur vollständigen AnsichtPersonenzüge aus der Schwarzmeerstadt Warna nach Sofia blieben wegen beschädigten Stromleitungen stehen. Wichtige Pässe im Balkangebirge wurden für den Verkehr vorübergehend komplett geschlossen. Am Flughafen Warna fielen mehrere internationale Flüge aus. Am Flughafen Sofia starteten die Maschinen mit Verspätung.
Verkehrstoter in Moldau
Die Polizei in Moldau forderte bei Telegram dazu auf, auf nicht dringend notwendige Fahrten zu verzichten. Wie Polizei berichtete, kam dort ein 40-Jähriger ums Leben, weil sein Fahrzeug wetterbedingt von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.
Wetterwarnstufe Rot in Rumänien
In Rumänien galt die Wetterwarnstufe Rot in den östlichen Bezirken Constanta, Tulcea, Galati und Braila. Dort wurden nach Angaben der nationalen meteorologischen Behörde Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde erwartet. Energieminister Sebastian Burduja sagte der Nachrichtenagentur AP, in mehr als 400 Ortschaften sei inmitten des Winterwetters der Strom ausgefallen. Reparaturtrupps seien unterwegs.
Die Autobahnumfahrung bei der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta blieb zeitweise gesperrt, ebenso wie die Donaubrücke bei Braila. Der Hafen Constanta und alle anderen Häfen am rumänischen Schwarzen Meer stellten den Betrieb ein. Über Rumänien und seine Schwarzmeer-Häfen wird ein Teil der ukrainischen Getreideexporte abgewickelt, seitdem das russische Militär den regulären Seeweg über das Schwarze Meer mit Gewaltdrohungen blockiert.
RND/AP/dpa