Missbrauchsvorwurf: Prozess gegen Ex-Schulleiterin in Australien

Eine Schulleiterin soll an einer Schule in Australien zahlreiche Schülerinnen missbraucht haben. (Symbolbild)

Melbourne. Die ehemalige Leiterin einer ultraorthodoxen jüdischen Schule in Australien muss sich wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Schülerinnen vor Gericht verantworten. Es gebe genügend Anhaltspunkte, um ihr den Prozess zu machen, entschied eine Richterin laut Medienberichten am Donnerstag bei einer Anhörung in Melbourne. Der heute 55-Jährigen werden demnach 70 Fälle von Missbrauch zur Last gelegt. Sie selbst habe die Vorwürfe vor Gericht zurückgewiesen und ihre Unschuld beteuert, hieß es weiter.

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Anhörung per Video

Die gebürtige Israelin war nach einem jahrelangen juristischen Tauziehen im Januar von den israelischen Behörden an Australien ausgeliefert worden. Die strenggläubige Frau war bis 2008 mehrere Jahre lang Leiterin der ultraorthodoxen Schule in Melbourne. Als die Anschuldigungen publik wurden, war die achtfache Mutter damals nach Israel geflohen, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Der Fall hatte auch Israels Beziehungen zu Australien belastet.

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Die Anklage beruht den Berichten zufolge vor allem auf der Aussage von drei Schwestern, die zwischen 2004 und 2008 Schülerinnen der Beschuldigten waren. Die Anhörung fand wegen der Corona-Einschränkungen per Video statt. Die 55-Jährige, die in Untersuchungshaft sitzt, muss nun am 21. Oktober erneut vor Gericht erscheinen.

RND/dpa

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