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Fragen und Antworten

Haustiertipps: Was hilft Hunden und Katzen bei Hitze?

Entspannt: Eine Katze rekelt sich in der Sonne.

Entspannt: Eine Katze rekelt sich in der Sonne.

Vielen Menschen wird durch starke Hitze übel oder sie haben Kreislaufprobleme. Auch Hunde und Katzen leiden, wenn es richtig heiß ist. In dem folgenden Überblick zeigen wir Ihnen, wie Sie es als Tierbesitzerin und Tierbesitzer Ihren Lieblingen leichter machen.

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Wie viel Hitze vertragen Hund, Katze und Co.?

Hunde sind sehr hitzeempfindlich und reduzieren bereits bei Außentemperaturen von ca. 22 bis 25 Grad ihre körperliche Aktivität und suchen einen kühlen und schattigen Platz. Ab einer Körpertemperatur von 41 Grad kann die Hitze für Hunde lebens­gefährlich werden. Daher sind vor allem parkende Autos, die sich schnell aufheizen, für Hunde gefährlich.

Ihren Körper kühlen Hunde normalerweise, indem sie hecheln. Das bedeutet, dass sie schneller ein- und ausatmen als sonst. Dadurch entsteht ein Luftzug. Dieser sorgt dafür, dass der Speichel in der Schnauze besser verdampft. Wenn Feuchtigkeit verdampft, kühlt das. Doch schon ab einer Temperatur von ca. 28 bis 30 Grad reicht dieser Mechanismus nicht mehr aus und die Körper­temperatur des Hundes beginnt zu steigen. Dann ist eine Abkühlung notwendig (siehe unten).

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Hitzehacks für den Sommer

An einigen Sommertagen klettert das Thermometer gerne mal über 30 Grad. Hier ein paar praktische Tipps, um sich abzukühlen.

Katzen kommen mit Wärme dagegen ein bisschen besser zurecht. Bei Temperaturen um die 30 Grad fühlen sie sich in der Regel wohl. Temperaturen um die 20 Grad, die wir Menschen als angenehm empfinden, sind für Katzen dagegen schon vergleichs­weise kühl. Deswegen setzen sie sich im Winter oft auf einen Heizkörper oder kuscheln sich in eine Decke.

Doch auch ihnen kann es im Sommer zu heiß werden. Katzen haben an den Pfoten Schweißdrüsen und schwitzen, genau wie wir Menschen. Allerdings reicht das nicht, um ihre Körpertemperatur an heißen Tagen zu regulieren. Bei extremer Hitze fangen sie deshalb an zu hecheln. Zusätzlich lecken sie vermehrt ihr Fell, was einen kühlenden Effekt hat. Um ihre Körperfläche zu vergrößern, strecken sie sich aus. Dadurch können sie mehr Wärme abgeben.

Welche Hunde vertragen Hitze schlechter, welche besser?

Forscherinnen und Forscher in Großbritannien untersuchten in einer Studie anhand von über 950.000 Krankenakten, welche Hunderassen besonders von Hitzschlägen betroffen sind.

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Demnach sind die kurzköpfigen Hunderassen, die sogenannten brachy­cephalen Rassen, besonders gefährdet. Also beispielsweise der Mops, englische und französische Bulldoggen oder Pekinesen. Durch ihre stark verkürzten Nasen und verkleinerten Nasenmuscheln ist die Fähigkeit zur Wärmeabgabe durch Hecheln reduziert. Die kurzköpfigen Hunde können sich somit schlechter abkühlen.

Aber auch der Windhund, der Golden Retriever, der Chow Chow und der English Springer Spaniel stehen auf der Liste. Risikofaktoren waren laut der Studie neben der verkürzten Nase hohes Alter, eine große Körperfläche und dickeres Fell. Als Kontrollrasse der Studie wurde der Labrador Retriever herangezogen. Dieser ist weniger als andere Rassen von Hitzschlägen betroffen.

Welches Tierfutter ist bei warmen Temperaturen geeignet?

Wie bei Menschen ist es auch bei Hunden und Katzen an heißen Tagen am wichtigsten, dass sie viel trinken. Die Ernährung muss nicht zwangsweise umgestellt werden. Allerdings kann es vorkommen, dass die Tiere bei großer Hitze weniger Appetit haben. Da geht es ihnen wie uns Menschen. Durch die hohen Temperaturen sind sie oft inaktiver und ruhen sich mehr aus. Dadurch brauchen sie auch weniger Energie. Folglich ist es kein Grund zur Sorge, wenn sie weniger essen.

Es kann hilfreich sein, die Fütterung auf die frühen Morgen- und die Abendstunden zu verlegen, wenn es etwas kühler ist. Die Portionsgröße sollte eher kleiner gehalten werden, um den Organismus nicht zusätzlich zu belasten. Grundsätzlich bietet sich Nassfutter besser an als Trockenfutter. Denn es enthält zusätzliche Flüssigkeit und interessantere Aromen, die für Hunde und Katzen appetit­anregender sind.

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Hunde- und Katzeneis kann ein leckerer und angenehmer Snack für Zwischendurch sein. Herkömmliches Speiseeis sollte dagegen nicht verfüttert werden, da es zu viel Zucker und Fett enthält. Auch Diabetikereis mit dem Zucker­ersatz­stoff Xylit eignet sich nicht, weil dieser Stoff giftig für Hunde und Katzen ist. Das Hunde- bzw. Katzeneis kann stattdessen im Fachgeschäft gekauft oder mit Rezept selbst hergestellt werden. Eine wirkliche Abkühlung der Körper­temperatur erreicht man damit jedoch nicht.

Was tut Katzen und Hunden bei Hitze gut?

Schön für den Hund ist es bei Hitze, ihn mit dem Garten­schlauch abzuspritzen oder eine Runde schwimmen zu gehen. Dabei sollte das Wasser allerdings nicht zu kalt sein. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann auch ein großes Handtuch befeuchten, es zehn Minuten in den Gefrierschrank legen und dann über dem Hund ausbreiten. Bei konkreten Anzeichen eines Hitzeschlags (siehe unten) ist allerdings auf die richtige Abkühlung zu achten.

Katzen mögen die kühle Dusche dagegen weniger. Manchmal planschen sie jedoch gerne. Katzen­besitzerinnen und ‑besitzer sollten ihren Haustieren daher immer ausreichend Wasser bereitstellen, um Abkühlungs­möglichkeiten anzubieten und die Tiere zum Trinken zu animieren.

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Generell wissen Katzen oft selbst, was ihnen an heißen Tagen guttut. Dann drosseln sie ihre Körperaktivität und machen sich an einem schattigen, kühlen Plätzchen breit. Dafür kann sich auch ein Kellerraum anbieten. In heißen Dach­geschoss­wohnungen können das aber auch kühle Fliesen im Badezimmer sein. Spezielle Kühlmatten für Katzen gibt es ansonsten auch zu kaufen.

Hitzschlag beim Haustier: Wie erkenne ich das?

Wenn die Tiere der andauernden Hitze jedoch nicht mehr ausweichen können, kann die Lage durchaus ernst werden. „Erste Anzeichen eines Hitzschlags erkennt man bei Katzen daran, dass sie unruhig auf und ab gehen, Herzschlag und Körper­temperatur sich erhöhen oder die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen“, schreibt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website.

Hunde können nicht schwitzen, sondern regeln ihre Körpertemperatur durch Hecheln. Bei Hitze geraten sie jedoch schnell an ihre Grenzen und in Gefahr.

Hunde können nicht schwitzen, sondern regeln ihre Körpertemperatur durch Hecheln. Bei Hitze geraten sie jedoch schnell an ihre Grenzen und in Gefahr.

Bei Hunden sind erste Anzeichen eines Hitzschlags anhaltendes und starkes Hecheln. Vermehrter Speichelfluss kann auftreten, die Haut­innen­seiten der Ohren sind stark gerötet und heiß. Oft ist der Hals des Tieres langgestreckt und die Zunge hängt weit heraus. Unruhe, Nervosität bis hin zur Panik breiten sich aus. Die Atmung des Hundes wird schneller, das Tier wird apathisch und zeigt taumelnde Bewegungen. Eventuell können auch Durchfall und Erbrechen auftreten.

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Wenn Haustierbesitzerinnen und ‑besitzer solche Symptome beobachten, sollten sie so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Was ist bei einem Hitzschlag des Haustieres zu tun?

Als erste Hilfe ist das sofortige Kühlen zunächst die wichtigste Maßnahme. Am effektivsten ist es, den Hund komplett mit lauwarmen bis kaltem Wasser nass zu machen und auf dem Weg zum Tierarzt die Lüftung im Auto aufzudrehen. Nicht zu empfehlen ist es, den Hund mit nassen Tüchern komplett einzuwickeln, weil dann die Wärme über die Verdunstung nicht entweichen kann. Auch zu kaltes Wasser ist nicht zu empfehlen, da das durch das Zusammenziehen der Blutgefäße den Wärmeverlust noch vermindern kann.

Was tun, wenn man einen Hund bei Hitze im Auto sieht?

Im Sommer kann das Auto für Haustiere laut ADAC schlimmstenfalls zur tödlichen Hitzefalle werden. Niemals sollten sie im Auto zurück­gelassen werden – auch nicht nur kurz. Dort kann die Temperatur schnell auf bis zu 60 Grad Celsius steigen. Wer Tiere – oder auch Kinder – im geparkten Auto in der Sonne zurücklässt, bringt sie damit in Lebensgefahr. Selbst etwaig geöffnete Fenster können dabei nicht helfen. Der Autoclub hat entsprechende Untersuchungen gemacht. Dabei haben baugleiche Autos mit unterschiedlich geöffneten Fenstern bei 28 Grad Außen­temperatur fast dieselben bedrohlichen Werte erreicht.

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Wer als Passant im Sommer ein Auto mit allein zurück­gelassenen Tieren entdeckt, sollte je nach Situation schnell handeln. Der ADAC rät, im Zweifel Öffentlichkeit herzustellen und andere auf die Situation hinzuweisen. Auf einem Super­markt-Parkplatz könnte man zuerst versuchen, die Verantwortlichen im Laden ausrufen zu lassen. Aber auch Polizei oder Feuerwehr zu rufen sei stets richtig. Die Rettungskräfte können das Auto öffnen, ohne die Scheibe einzuschlagen, was ansonsten vielleicht die Insassen verletzen könnte.

Wer selbst im Notfall eine Scheibe einschlagen will, weil Gefahr im Verzug ist, benachrichtigt vorher besser ebenfalls Polizei oder Feuer. Ratsam zudem: Ein Beweisfoto von der Situation zum Beispiel mit dem Handy machen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es Streitigkeiten mit dem Besitzer oder der Besitzerin des Autos wegen Sach­beschädigung geben kann.

Kann man mit Hunden bei Hitze spazieren gehen?

Da Hunde ein dichtes Fell haben und nicht schwitzen können, sollten sie in der Mittagshitze besser zu Hause bleiben, rät der Landes­tier­schutz-Verband Baden-Württemberg. „Der Hunde­spaziergang sollte derzeit auf dem frühen Morgen und späten Abend verlegt werden, wenn die Sonne nicht mehr so brennt“, sagte Stefan Hitzler, Vorsitzender des Verbands. Auch Spaziergänge am Fahrrad können eine große Anstrengung für den Hund darstellen und sollten vermieden werden.

RND/lau mit Material von dpa

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