Rechnungshof mit düsterer Prognose

Inflation explodiert, Wirtschaftsleistung stürzt ab: Russland droht schwerste Rezession seit 1994

Russische Rubel-Banknoten liegen auf einem Tisch. (Symbolbild)

Russische Rubel-Banknoten liegen auf einem Tisch. (Symbolbild)

Moskau. Russland droht wegen der westlichen Sanktionen im Zuge seines Krieges in der Ukraine in diesem Jahr der schlimmste Einbruch bei der Wirtschaftsleistung seit fast drei Jahrzehnten. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bei mehr als zehn Prozent liegen, sagte der Chef des russischen Rechnungshofes, Alexej Kudrin, am Dienstag im Haushaltsausschuss des Föderationsrates in Moskau.

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Wie die russische Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtete, wäre das der stärkste Konjunktureinbruch seit 1994. Damals sei das BIP um 12,7 Prozent gesunken. Die Inflation könnte in diesem Jahr in Russland auf bis zu 20 Prozent steigen, hieß es.

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Russland sieht sich nach seinem Angriff auf die Ukraine den weitreichendsten Sanktionen seiner Geschichte ausgesetzt. Kudrin sagte, dass sich der Rückgang beim BIP auf den Staatshaushalt auswirken werde. Das Finanzministerium werde dann Mittel umverteilen müssen.

Weltbank prognostiziert auch düstere Zukunft für ukrainische Wirtschaft

Zuvor hatte die Weltbank ein Minus von 11,2 Prozent beim BIP wegen des russischen Krieges in der Ukraine prognostiziert. Russlands Zentralbank hatte am 10. März mitgeteilt, dass sie einen Rückgang von lediglich acht Prozent erwarte.

Nach der Schätzung der Weltbank wird sich die Wirtschaftsleistung der Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs in diesem Jahr dagegen fast halbieren. Das werde im Vergleich zum Vorjahr um rund 45 Prozent einbrechen, lautet die Weltbank-Prognose vom Sonntag.

RND/dpa

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