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WAZ-Autopilot - Tarif-Glück nach Trinity-Aus

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Liebe Leserinnen und Leser,

Die Freude im Volkswagen-Werk war letzte Woche groß. Während bei den VW-Töchtern noch zäh verhandelt wird, einigten sich Volkswagen und die IG Metall noch vor Ablauf der Friedenspflicht auf einen neuen Tarifvertrag. Der bringt den Beschäftigten ordentlich Entlastung. Ihre Entgelte steigen in zwei Stufen um insgesamt 8,5 Prozent, daneben gibt es eine steuerfreie Einmalzahlung von 3000 Euro. Darüber hinaus gelang es der IG Metall, die Altersteilzeitregelung zu gleichen Konditionen zu verlängern und den Beschäftigten eine Möglichkeit auf mehr freie Tage zu verschaffen. Ein Abschluss, der von den Werkern sehr positiv bewertet wird.

Denn die Ausgangslage war durchaus vertrackt. Zwar scheffelt Volkswagen auch in der Krise gute Gewinne, längst ist aber nicht alles Golf was glänzt. Erste Anzeichen für eine Rezession gibt es genug. Hinzu kommt: Die Versorgungslage ist weiter äußerst volatil. In Wolfsburg können die Werker davon ein Lied singen. Seit Wochen ist an den Linien teilweise wieder Kurzarbeit angesagt.

Margenstarke Premium-Modelle und E-.Autos haben in Zeiten des Teilemangels weiter Vorrang vor den Volumen-Modellen mit Verbrenner-Motor aus Wolfsburg. Das sieht man in Zwickau. In der VW-Musterfabrik für Stromer legten die Beschäftigten jetzt einen neuen Produktionsrekord hin. Davon kann man in Wolfsburg nur träumen.

Die Elektrifizierung des Stammwerks ist deswegen so wichtig für die Zukunft. Mit der Teilmontage des ID. wird der erste Schritt demnächst getan. Der große Wolfsburger Wurf sollte allerdings das Fahrzeugprojekt Trinity werden -  mit ultramoderner Fabrik und neuer Plattform. Doch ausgerechnet da hakt es. Weil die Software Probleme macht, verzögert sich das Projekt um Jahre. Der neue Konzernchef Oliver Blume nutzt das offenbar, um mit dem Erbe seines Vorgängers aufzuräumen. Die neue Fabrik in Warmenau ist wohl Geschichte, stattdessen soll nun doch das Stammwerk umgerüstet werden.

Das sorgt für Freude bei den Klima-Aktivisten. Ihr Mahnwachen-Camp haben sie, den Erfolg des gescheiterten Fabrikbaus vor Augen, abgebrochen. Jetzt haben sie sich den Umbau des Volkswagen-Konzerns als Ziel gesetzt. Straßenbahnen statt Autos, Vergesellschaftung des Autobauers -  ihre Ziele klingen nach einer Mission Impossible.

Einer der die Zukunft Volkswagens maßgeblich steuert ist Marken-Chef Thomas Schäfer. Er stellt sich übrigens am 6. Dezember im Rahmen eines Live-Talks den Fragen der WAZ und der Wolfsburger Nachrichten und ihrer Leser. Wer dabei sein möchte, kann weiterhin eine von 20 Freikarten gewinnen.

 

Der Volkswagen-Überblick

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... und dann war da noch das:

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Gute Fahrt wünscht Ihnen

Steffen Schmidt

Redakteur der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung

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