Volkswagen Nutzfahrzeuge

VWN: Mitarbeiter protestieren gegen Aus für Elektro-Bulli

Bei der Betriebsversammlung von VWN haben Mitarbeiter dagegen protestiert, dass der Transporter T7 nicht komplett batteriegetrieben gebaut wird.

Bei der Betriebsversammlung von VWN haben Mitarbeiter dagegen protestiert, dass der Transporter T7 nicht komplett batteriegetrieben gebaut wird.

Hannover. Rund 300 Vertrauensleute der IG Metall haben am Dienstag bei der Betriebsversammlung von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) dagegen protestiert, dass die neue Generation des Transporters (T7) – anders als ursprünglich geplant – nicht als komplett batteriegetriebene Version auf den Markt kommen soll. Auf Zetteln hätten sie Begriffe wie „Verlässlichkeit“ und „Vertrauen“ notiert und diese vor den Augen des Managements in eine Abfalltonne geworfen, hieß es. „Unser Vorstand hat verstanden, dass die Belegschaft geschlossen hinter dem Betriebsrat steht und deshalb eine Alternative für den entfallenem T7 realisiert werden muss.“, sagte Betriebsratschefin Bertina Murkovic.

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Der Konzern hatte kürzlich entscheiden, den T7 nur in den Varianten Verbrenner und Hy­brid, also teilelektrisch, zu bauen. Als Grund dafür wurden Engpässe in der Entwicklung genannt. Im Vergleich zu anderen Modellen wäre der T7 nur in einer kleinen Stückzahl produziert worden – die Rede war von 25.000 Einheiten in fünf Jahren.

VWN-Chef Thomas Sedran habe sich mit der Belegschaft solidarisiert, hieß es. „Als Verantwortlicher für die Marke bin ich nicht damit einverstanden, dass der komplett batteriegetriebene T7 aus dem Programm gestrichen wird“, sagte er nach Angaben von Teilnehmern. Konzernpersonalvorstand Gunnar Kilian habe eingeräumt, dass die Entscheidung schlecht kommuniziert worden sei. Beide Manager sicherten der Belegschaft zu, dass an einer Kompensation für den Standort gearbeitet werde. Bis zur nächsten Betriebsversammlung im Juni solle eine Entscheidung stehen. Als wahrscheinlich gilt derzeit eine Ausweitung der T7-Produktion in der Hybrid-Variante. Wie es weiter hieß, sollen 300 bislang befristete Mitarbeiter nach der Sommerpause dauerhaft angestellt werden.

In Wolfsburg hatte Konzernchef Herbert Diess der Belegschaft in Hannover zuvor Hoffnungen auf weitere Projekte gemacht. Man werden künftig „auch die Konzernaktivitäten rund um neue Mobilitätsdienste“ bei VWN konzentrieren, sagte er bei der Vorlage der Bilanz am Morgen. Dazu zähle auch der Shuttle-Anbieter Moia. „Das Gleiche gilt für die Entwicklung von vollautonomen Fahrzeugen, sogenannten Robotaxis“, sagte Diess.

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Von Jens Heitmann

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