Umweltschutz: Coca-Cola ist globaler Plastikweltmeister

2019 wie bereits 2018: Coca-Cola bleibt größter Plastikverschmutzer weltweit.

2019 wie bereits 2018: Coca-Cola bleibt größter Plastikverschmutzer weltweit.

Hannover. „Branded“, zu Deutsch „gebrandmarkt“. So ist der Bericht der globalen Non-Profit-Umweltgruppe Break Free From Plastic überschrieben. Weiter mit „Identifying the World's Top Corporate Plastic Polluters“, also „Identifizierung der weltweit führenden Plastik-Umweltverschmutzer“. Als größter Verschmutzer gebrandmarkt wurde Coca-Cola – zum zweiten Mal in Folge.

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Die Umweltgruppe hatte anlässlich des World Cleanup Day am 21. September 2019 dazu aufgerufen, auf der ganzen Welt Plastik zu sammeln und die Marken zu benennen, die am häufigsten im Plastikmüll vorkamen. So sollte untersucht werden, welche Unternehmen am meisten Einweg-Kunststoffverpackungen nutzen. Insgesamt sammelten über 72.500 Freiwillige in 51 Ländern rund 476.400 Stücke Plastikmüll – davon konnten 43 Prozent konkret einer Marke zugeordnet werden.

Coca-Cola vor Nestlé und PepsiCo

Durch aufwendige Katalogisierung und eine umfangreiche Datenanalyse wurde eine Top Ten der globalen Verschmutzer erstellt. Dabei wurde primär nach der Anzahl der Länder sortiert, in denen Produkte der Marken aufgefunden wurden. Coca-Cola, die umsatzstärkste Marke der Coca-Cola Company, erzielte mit 11.732 Plastikstücken in 37 Ländern auf vier Kontinenten Platz eins – mehr als die nachfolgenden drei Unternehmen zusammengerechnet. Hier sind ebenfalls namhafte Konzerne vertreten: Nestlé auf Platz zwei (4846 Plastikstücke in 31 Ländern), gefolgt von PepsiCo (3362 Stücke in 28 Ländern), Mondelēz International (1083 Stücke in 23 Ländern) und auf Platz fünf Unilever (3328 Stücke in 21 Ländern).

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Regional gab es durchaus Unterschiede. Während Coca-Cola in Afrika und Europa der Hauptverursacher war, war Nestlé in Nordamerika sowie Asien der größte Plastikverschmutzer. Weltweit eher unauffällig, aber in Europa auf Platz drei: Heineken. In den Niederlanden ist der heimische Bierproduzent sogar auf Platz zwei – hinter Red Bull. McDonald's und Marlboro erscheinen in den Niederlanden in der Verschmutzerliste noch vor Coca-Cola.

Kampf gegen Plastik: Marken müssen umdenken

Die Freiwilligen fanden vor allem Plastiktüten (59.000 Stück), kleine Plastikbeutel (53.000) und Plastikflaschen (29.000). Niemand weiß wirklich, wie lange es dauert, bis sich Kunststoff in den Ozeanen zersetzt – Schätzungen gehen aber davon aus, dass es bis zu 450 Jahre dauern kann, bis sich eine Plastikflasche komplett auflöst. „Es wird für die Welt unmöglich sein, Plastikverschmutzung zu reduzieren, ohne dass die großen Marken ihre Verpackungen grundlegend verändern. Die Zeit ist vorbei, auf Einwegverpackungen zu setzen“, heißt es in dem Bericht von Break Free From Plastic.

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Coca-Cola reagiert in einem Statement gegenüber „The Intercept“: „Jedes Mal, wenn unsere Verpackungen in unseren Ozeanen landen – oder irgendwo, wo sie nicht hingehören –, ist das für uns inakzeptabel.“ In Partnerschaft mit anderen Firmen arbeite man daran, dieses wichtige globale Problem anzugehen, um den Hahn für Plastikabfälle, die in die Ozeane gelangen, zu schließen und die vorhandene Verschmutzung zu beseitigen, heißt es weiter.

Marken verschwinden – die Verantwortung bleibt

Auch wenn „nur“ 43 Prozent der gesammelten Plastikstücke bestimmten Marken zugeordnet werden konnten, ist es der Umweltgruppe wichtig, dass die nicht markierten („unbranded“) Produkte (57 Prozent) in der Statistik auftauchen. Denn Markenlabel auf Plastikprodukten würden vielleicht mit der Zeit verschwinden, die Verantwortung des Produzenten bliebe jedoch.

Der nächste World Cleanup Day findet am 19. September 2020 statt. Bisher haben knapp 260 deutsche Städte und Gemeinden ihre Teilnahme angekündigt (Stand: 26.11.2019).

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