Was gegen hohe Energiepreise hilft – und was nicht

Oft können Verbraucher Geld sparen, wenn sie ihren Gastarif wechseln.

Die Preise für Gas, Strom und Sprit sind zuletzt massiv gestiegen.

Die derzeit hohen Energiepreise machen vielen Menschen Sorgen. Nicht einkalkulierte höhere Abrechnungen, teurere Füllungen des Heizölkessels und monatliche Belastungen sind herb – zumal auch andere Alltagskosten steigen. Soziale Abfederungen müssen dringend her. Aber es lohnt auch, die Ursachen zu betrachten, um nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig richtig zu handeln.

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Hauptgrund für gestiegene Preise sind starke Schwankungen der Weltkonjunktur infolge der Corona-Pandemie. Auf deren Höhepunkt stürzten viele Volkswirtschaften regelrecht ab. Vergangenes Jahr dann setzte weltweit eine wirtschaftliche Erholung ein. Das führte zu einer stark erhöhten Nachfrage nach Rohstoffen und Energie und ließ so die Preise flächendeckend steigen.

Was also tun? Drei Schlussfolgerungen sollten wir ziehen.

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Erstens: Für Deutschland als – auch künftiges – Energieimportland sind diverse Lieferstrukturen nach Europa sinnvoller als Abhängigkeiten von wenigen Ländern. Das gilt auch im Hinblick auf die Wasserstoffversorgung.

Zweitens: Der Zubau erneuerbarer Energien senkt den Strompreis, weil sie niedrigere Betriebskosten haben. Die Rohstoffe Sonne und Wind gibt es kostenfrei. Leider kommt der Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik nur langsam voran, dabei müsste er mindestens in dem Maße erfolgen, in dem Kohle- und Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Sonst wird das Angebot knapp, und die Preise steigen.

Drittens: Steigende Energiepreise und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen wäre fatal. Die Kosten des Klimawandels sind um ein Vielfaches höher als die des Umbaus unserer Energieversorgung, wie ein Blick in das Ahrtal zeigt.

Es gilt also, eine neue Balance zu finden zwischen konsequentem Ausbau der erneuerbaren Energien, einer Wasserstoffstrategie, die als Grundlage für technologische und industrielle Innovationen dient, und einem sensiblen Blick auf die sozialen Folgen. Wo Härten drohen, muss Politik schnell reagieren und den Menschen helfen.

Kerstin Andreae ist Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Sie schreibt im Wechsel mit Energieprofessorin Claudia Kemfert, Stadtplaner Holger Krawinkel und RND-Redakteur Frank-Thomas Wenzel die Kolumne „Greenformation“ über den grünen Umbau der Wirtschaft.

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