Fischmassensterben in Frankreich: Steckt Nestlé dahinter?

Das Nestlé-Logo an der Hauptzentrale des Lebensmittelkonzerns. (Symbolbild)

Das Nestlé-Logo an der Hauptzentrale des Lebensmittelkonzerns. (Symbolbild)

Hannover. Manche sprechen bereits von einem Fischmassensterben. Tausende tote Tiere wurden in den letzten Tagen aus dem Fluss Aisne in Nordfrankreich gezogen. “Innerhalb eines Bereichs, der sieben Kilometer lang und 30 Meter breit ist, ist alles tot”, sagte Michel Adam, der Präsident des örtlichen Fischereiverbands, gegenüber der britischen BBC. Drei Tonnen Kadaver habe man bereits aus dem Wasser geborgen, 14 Arten seien betroffen – darunter geschützte Fischsorten wie Aal und Neunaugen.

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Verband dokumentiert das Ausmaß der Verendungen

Auf Facebook dokumentierte der Verband das Ausmaß der Verendungen. Die Bilder zeigen Berge von toten Fischen. ”In 40 Jahren im Verband habe ich noch nie so eine Verschmutzung gesehen”, zitiert die BBC Michael Adam.

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Doch wie konnte es dazu kommen? Die Behörden wissen bereits, dass die Tiere erstickt sind. Der Sauerstoffgehalt im Wasser war zu niedrig. Und an dieser Stelle kommt der Nestlé-Konzern ins Spiel.

Der Lebensmittelriese betreibt in der Stadt Challerange eine Milchpulverfabrik. Dort kam es zu einer Panne. Wie Nestlé inzwischen eingeräumt hat, habe es in der Kläranlage der Fabrik einen “vereinzelten und unfreiwilligen Überlauf von biologischem Schlamm, der keine Chemikalien beinhaltete”, gegeben. Die Produktion sei daraufhin eingestellt worden. Drei Stunden habe der “Vorfall” gedauert.

Jetzt droht Nestlé ein juristisches Nachspiel

Die Zeit habe ausgereicht, damit Tausende Tiere sterben. Davon ist der Fischereiverband zumindest überzeugt. Nestlé droht ein juristisches Nachspiel: Wie die BBC weiter berichtet, habe der Fischereiverband bereits Beschwerde eingereicht – wegen Umweltverschmutzung und Verstößen gegen Umweltgesetze.

RND/fh

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