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Kommentar

Conti eilt in die neue Welt

Die Zukunft hat begonnen bei Continental in Hannover.

Die Zukunft hat begonnen bei Continental in Hannover.

Hannover. Manchmal hilft beim Blick in die Zukunft die Erinnerung an die Vergangenheit. Als im Jahr 2008 die Familie Schaeffler bei Continental einstieg, saß der Konzern auf einem Schuldenberg von mehr als 10 Milliarden Euro und musste sich mitten in der Finanzkrise mühsam sanieren. Die Pfade für das künftige Wachstum waren zwar vorgezeichnet, aber ob der Konzern sie aus eigener Kraft auch erreichen würde, schien ungewiss. Wenn der Vorstand in dieser Lage einen groß angelegten Umbau angekündigt hätte, wäre den Beschäftigten die Angst um die Jobs in die Glieder gefahren.

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Zehn Jahre später sind die Vorzeichen völlig andere: Conti verdient inzwischen nicht nur mit Reifen viel Geld – auch im Automotive-Geschäft sind die Margen zuletzt deutlich gestiegen. Das Unternehmen hat seine Schulden auf 2 Milliarden Euro minimiert und flüssige Mittel in gleicher Höhe zur Verfügung. Selbst ohne Börsengänge wäre der Konzern damit in der Lage, seine Position in der Spitzengruppe der Branche auszubauen. Nur eben nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit.

Um Tempo geht es dem Vorstand allerdings nicht nur in puncto Wachstum – auch beim Abschied von nicht zukunftsfähigen Technologien soll es kein Halten geben. Die geplante Abspaltung der Sparte Powertrain macht deutlich, dass sich Conti schneller als erwartet vom Verbrennermotor verabschiedet. Die warmen Worte zur Ausgliederung des Antriebsbereichs können nicht darüber hinwegtäuschen, dass man diesem Geschäft keine große Perspektive mehr einräumt. Dieser Punkt ist so heikel, dass daran beinahe die Vereinbarung mit Betriebsräten und Gewerkschaften zum sozialverträglichen Umbau des Konzerns gescheitert wäre.

Zum Artikel: Continental spaltet sich in drei Einheiten

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Von Jens Heitmann

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