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Kommentar

Keine weiteren Bomben finanzieren: Stoppt Putins Öl!

Industrieanlagen auf dem Gelände der PCK-Raffinerie in Brandenburg.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Nur wenige Stunden, nachdem die USA ein Importverbot für Gas, Öl und Kohle aus Russland verhängt haben, warnte die russische Botschaft vor erheblichen Schwankungen auf den globalen Energiemärkten. Russland trifft das Energieembargo an seiner empfindlichsten Stelle, denn die natürlichen Ressourcen sind das Fundament der russischen Volkswirtschaft. Nun ist die Angst im Kreml groß, dass andere Länder dem entschlossenen Handeln der USA folgen.

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Russland braucht vor allem die Einnahmen aus dem Ölexport, weniger die aus den Gasgeschäften. Etwa 500 Millionen US-Dollar spült das Öl jeden Tag in die russischen Kassen. Harte Devisen, auf die Russland für Außenhandel und Zinszahlungen angewiesen ist. Mit Gas verdient Russland dagegen nur rund 170 Millionen Euro am Tag. Ein Ölboykott der EU-Länder würde Putin daher viel härter treffen als einer von Kohle und Gas.

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Die Welt braucht kein russisches Öl, der Anteil Russlands am Ölmarkt liegt lediglich bei 5 Prozent. Doch Europa will aus Angst vor höheren Spritpreisen und kalten Wohnungen an den Lieferbeziehungen festhalten. Dabei wäre es jetzt an der Zeit zu zeigen, dass es Europa mit seiner Solidarität gegenüber der Ukraine ernst meint. Deutschland muss mit gutem Beispiel vorangehen, zumal nur etwa ein Drittel des Öls hierzulande aus Russland kommt.

Andere Ölproduzenten sind imstande, die Öllieferungen aus Russland kurzfristig auszugleichen. Die Opec könnte den Marktanteil Russlands übernehmen, Saudi-Arabien will ohnehin schon länger mehr Öl fördern. Der Westen und auch Europa dürfen nicht länger die Bomben finanzieren, die Putin über der Ukraine abwerfen lässt.

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