Aufrüstung mit der Mesh-Technologie

WLAN-Offensive von Telekom und Vodafone: Ruckelt’s bald nicht mehr beim Videocall?

Die Stadt will wieder mehr Mitarbeiter dazu animieren, im Homeoffice zu arbeiten.

Homeoffice, Homeschooling, Freizeit – immer mehr Geräte drängeln gleichzeitig ins Internet

Frankfurt am Main. Die Telekommunikationsanbieter kämpfen heftig um Marktanteile im Festnetz. Da spielt auch die Zufriedenheit der Kunden eine wichtige Rolle. Den meisten Ärger machen schlechte Verbindungen. Wenn es bei einem wichtigen Videocall aus dem Homeoffice ruckelt, dann kann das schnell peinlich werden. Oder wenn der Netflix-Film, auf den man sich den ganzen Tag gefreut hat, nicht abgerufen werden kann – wegen eines „Netzwerkverbindungsproblems“.

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Die Telko-Unternehmen haben das erkannt. Schon vor einigen Monaten startete die Deutsche Telekom eine Art WLAN-Offensive. Die Bonner werben seither intensiv für die Aufrüstung von Routern mit der sogenannten Mesh-Technologie.

Das „Super-WLAN“

Nun zieht Vodafone nach – mit „Super-WLAN“. Experten des Düsseldorfer Unternehmens haben Hunderte Kundenbeschwerden analysiert. Das Ergebnis: Bei mehr als der Hälfte der Fälle lag gar keine Störung im Vodafone-Netz vor, das die digitalen Daten ins Haus transportiert. Vielmehr war die Ursache ein Problem im kabellosen lokalen Netzwerk innerhalb der Wohnung. Ein defekter Router beispielsweise. Als häufigster Grund für die Ärgernisse wurde aber schlicht eine schwache WLAN-Verbindung detektiert.

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„Wir haben das Problem unserer Kunden mit ihrem heimischen WLAN erkannt. Mit dem neuen Service können wir jetzt noch gezielter bei diesen Problemen helfen, für die wir bislang nur schwer Lösungen finden konnten“, sagte Marc Albers, Breitbandchef bei Vodafone Deutschland, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Das wichtigste Instrument zur Vermeidung von Kundenfrust soll nun eine neue Software sein. Kunden können sie kostenfrei für den Kabelrouter Vodafone Station und den DSL-Router EasyBox 805 buchen. Die Algorithmen werkeln diskret und automatisch im Hintergrund. Sie analysieren die Übertragungsgeschwindigkeit, die Quantität der Datennutzung und die Qualität der Verbindung. Die Software optimiert daraufhin die Auswahl der WLAN-Kanäle und der Frequenzbänder.

Ruckelt es dennoch, kann der Nutzer dem Kundenservice den Zugriff auf die Daten erlauben, um einen Weg zur Behebung der Misslichkeiten zu finden.

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Was ist die Mesh-Technologie?

Bei schwachem Empfang hält Vodafone denn auch die passenden Geräte bereit. Sogenannte Repeater. Sie dienen dazu, die WLAN-Signale innerhalb der Wohnung zu verstärken, sodass ein besagtes Mesh-Netzwerk entsteht. Vodafone bietet die Verstärker zur Miete für 2,99 Euro pro Stück und Monat an.

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Mesh bedeutet auf Deutsch so viel wie „ineinandergreifen“ oder „vermaschen“. Die Komponenten werden dabei so von der Software gesteuert, dass für jedes Endgerät die jeweils bestmögliche Verbindung gefunden werden soll. Es kommt dann gegebenenfalls auch darauf an, in der Wohnung die günstigsten Punkte zum Platzieren der Repeater zu finden.

Ziel soll sein, eine möglichst hohe und unterbrechungsfreie Verbindungsqualität zu gewährleisten – auch bei einer wachsenden Zahl von digitalen Endgeräten und bei einem steigenden Datenhunger. Das macht deutlich, warum in der gesamten Telko-Branche die Mesh-Technologie derzeit als enorm wichtiges Zukunftsthema gehandelt wird. Angesichts des von Marktforschern prognostizierten rasanten Wachstums im Datenverkehr braucht es die vermaschten Netze in den Wohnungen, um digitale Informationen zu den Smartphones, Tablets und Notebooks zu bringen. Vodafone offeriert den Kunden zudem eine App zur Überwachung und Steuerung des heimischen Netzes.

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