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SAMTGEMEINDE BOLDECKER LAND

„Wir müssen akzeptieren, dass Jugendliche eine andere Art der Kommunikation haben.", so Jugendpflegerin Jenni Drees von der SG Baldecker Land

JUGENDTREFF WEYHAUSEN FEIERT GEBURTSTAG

„Wir müssen akzeptieren, dass Jugendliche eine andere Art der Kommunikation haben.", so Jugendpflegerin Jenni Drees von der SG Baldecker Land Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Der Jugendtreff bietet Raum für Partizipation.  Foto: Nicola Paschinski

Außerhalb der Schule Gleichaltrige treffen, mit ihnen abhängen, chillen, sich austauschen oder einfach nur Spaß haben - das können Kinder und Jugendliche im Jugendtreff Weyhausen. Seit der Eröffnung im August 2002 hat sich die offene Einrichtung zum wichtigen Treffpunkt, zum Ort der Begegnung und des Austauschs entwickelt. Aber was ist das Geheimrezept dafür, dass der Treff auch nach 20 Jahren noch so angesagt ist wie eh und je? „Unser Jugendtreff dient nicht nur der reinen Freizeitgestaltung, sondern bietet auch Raum für Partizipation", so Jenni Drees, Jugendpflegerin der Samtgemeinde Baldecker Land.

Foto: privat

Im Laufe der 20 Jahre hat sich der Weyhausener Jugendtreff zum wichtigen Bestandteil der Gesellschaft gemausert. Hier haben von Beginn an zahlreiche Ferienaktionen sowohl draußen als auch drinnen stattgefunden, es gab neben dem offenen Treff eine Mädchengruppe, einen Teeny-Treff, einen KidsClub, es wurden Pizza und Waffeln gebacken, Spaghetti gekocht, es gab Bastelangebote, es wurden Gesellschaftsspiele, Kicker, Airhockey, Dart, Tischtennis und Playstation gespielt, es wurde Tee getrunken, Stockbrot gebacken und unzählige Gespräche geführt.


„NUR WENN MAN AM PULS DER ZEIT BLEIBT, IST UND BLEIBT SO EIN TREFFPUNKT FÜR JUGENDLICHE INTERESSANT.“ 

JENNI DREES

Das Team um den Sozialpädagogen Andreas Gröppler hat immer ein offenes Ohr für die Belange der Treffbesucher. „Jeder ist bei uns willkommen und erwünscht und jeder darf hier zu seiner Meinung stehen und sich erproben“, veranschaulicht Drees. „Unsere Betreuer unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, eigene Ideen zu entwickeln, zu formulieren und umzusetzen und somit ihren Selbstwert zu stärken.“ Es gehe darum, Jugendliche dabei zu unterstützen, Verantwortungsbewusstsein, Kritik- und Konfliktfähigkeit und die eigene Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln. Allerdings mit Gedankenanstößen statt mit erhobenem Zeigefinger. Man begegnet den Treffbesuchern auf Augenhöhe, gibt ihnen die Möglichkeit mitzugestalten, eigenverantwortlich zu handeln. Beispielsweise bei der Verschönerung der Räumlichkeiten, die immer wieder an die Bedürfnisse und Geschmäcker der jungen Treffbesucher angepasst werden – beim Renovieren, Gestalten, Umräumen und Dekorieren werden die Jugendlichen mit ins Boot geholt.

Jenni Drees weiß: „Nur wenn man am Puls der Zeit bleibt, ist und bleibt so ein Treffpunkt für Jugendliche interessant.“ Deshalb erfolgte Ende vergangenen Jahres auch die digitale Ausstattung mit Laptop und Drucker. Ein Meilenstein: Der Treff ist jetzt auch online erreichbar und hat eigene Facebook- und Instagram-Accounts. „Wir müssen einfach akzeptieren, dass Jugendliche eine andere Art der Kommunikation haben“, appelliert Drees auch an Eltern, sich für Belange ihrer Kinder zu interessieren, anstatt die sozialen Netzwerke zu verteufeln.

Und Wünsche für Zukunft? Die gibt es selbstverständlich auch: eine Playstation und eine Switch-Spielkonsole der neuesten Generation, ein neues Sofa und eine schnellere LAN-Verbindung. „Wir hoffen aufs nächste Budget – nur so können wir als Jugendtreff auch in Zukunft attraktiv bleiben“, so Drees. (nip)