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Rund um den Garten

Adieu Schottergarten! So wird es grün statt grau

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Storchschnabel bildet über Wurzelausläufer dichte Bestände und lockt mit seinen hübschen Blüten Insekten an. Foto: Blumen – 1000 gute Gründe

Bodendecker sorgen das ganze Jahr über für eine geschlossene Pflanzenfläche

Längst hat es sich herumgesprochen: Schotterflächen im Garten sind weder pflegeleicht noch besonders schön und schon gar nicht umwelt- oder klimafreundlich. Zum Glück gibt es eine grüne Alternative: die Bepflanzung mit Bodendeckern. So bezeichnet man Stauden, die innerhalb kurzer Zeit besonders dicht wachsen und zudem langlebig und robust sind. Sie bedecken den Boden zuverlässig, geben Unkraut keine Chance und „schlucken“ auch fallendes Laub. Immergrüne Sorten sehen zudem im Sommer wie im Winter gut aus. Darüber hinaus schmücken sich manche auch noch mit hübschen Blüten, über die sich auch Insekten freuen. Die Auswahl ist dabei groß, sodass man je nach Anspruch und Standort die richtige Sorte finden kann.

• Haselwurz: halbschattiger bis schattiger Standort; feuchte, kalkhaltige (Wald-)Böden; etwa 10 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte zwölf bis 24 Pflanzen pro Quadratmeter; wächst langsam

• Elfenblumen: halbschattiger bis schattiger Standort; frischfeuchter Boden; etwa 30 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte acht oder neun Pflanzen pro Quadratmeter; Blüten im Frühjahr

• Teppich-Golderdbeere: halbschattiger bis schattiger Standort; lockere, frisch-humose Böden (auch unter Gehölzen); etwa 10 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte acht bis zehn Pflanzen pro Quadratmeter; schnellwüchsig und Blüten von April bis Juni

• Dickmännchen: halbschattiger bis schattiger Standort; frisch-humose Böden; etwa 15 bis 30 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte acht bis zwölf Pflanzen pro Quadratmeter; guter „Laubschlucker“

• Kriechspindel: sonniger bis schattiger Standort; breite Toleranz beim Boden – am besten mäßig trocken; 30 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte ein bis drei Pflanzen pro Quadratmeter; kann bis zu zwei Meter in die Höhe klettern

• Kleines Immergrün: sonniger bis schattiger Standort; breite Toleranz beim Boden ; 10 bis 30 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte sieben bis neun Pflanzen pro Quadratmeter; blüht im April und Mai

• Frauenmantel: breite Toleranz bei Standort und Bodenbeschaffenheit; 40 bis 60 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte sechs Pflanzen pro Quadratmeter; üppige gelbgrüne Blüten von Juni bis August; schneckensicher

• Balkan-Storchschnabel: sonniger bis halbschattiger Standort ohne pralle Sonne; breite Toleranz beim Boden; 30 bis 45 cm Wuchshöhe; Pflanzdichte sechs bis elf Pflanzen Quadratmeter; bienenfreundlich und schneckensicher

Hat man die richtige Bepflanzung ausgewählt, so beschränkt sich die Pflege auf gelegentliches Zurückschneiden. Das ist erst dann nötig, wenn die Pflanzen über den für sie vorgesehenen Platz hinauswachsen, und es ist zudem sehr einfach: Man kann einfach zur Heckenschere greifen und beherzt abschneiden, was einen stört, beziehungsweise die Ausläufer mit der Hand herausreißen oder mit dem Spatenausstechen. Wichtig ist allerdings die gute Vorbereitung der Fläche: Bevor man die neuen Pflanzensetzt, sollte der Boden aufgelockert und unkrautfrei sein. Zur Pflanzung kann man direkt etwas Dünger oder Kompost für ideale Startbedingungen geben oder die Erde mit Sand auflockern. Die Pflanzen darf man dabei ruhig etwas enger setzen, sie sollen ja schnell zusammenwachsen.

Übrigens ist jetzt ein idealer Zeitpunkt, um in die Planung zugehen: Viele Stauden lassen sich im Frühherbst gut pflanzen. Im September ist die größte Hitze und Trockenheit des Sommersmeist vorbei und die Pflanzen können sich bis zum ersten Wintereinbruch ausreichend einwurzeln.