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Über die Karriere im Kfz-Handwerk

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Bestanden: Der Prüfungsausschuss aus Markus Kipper, Thomas Schacht und Jan Kuschmierz sowie Werkstattleiter Michael Benne und Berufsschullehrer Florian Riffelmacher gratulieren den erfolgreichen Absolventen Pascal Schaltz, Dominik Müller, Alexander Schwabauer und Michael Walkowiak. FOTO: RK

Mit dem Gesellenbrief kann es weitergehen zum Geprüften Servicetechniker

Salzgitter.
Eine Ausbildung im Kfz-Handwerk ist beliebt und vielfältig. Nicht nur Mechatroniker werden gesucht, auch Servicemechaniker, Fahrzeuglackierer, Mechaniker für die Karosserieinstandhaltungstechnik und Automobilkaufleute können eintauchen eine bewegte Welt. "Danach muss aber nicht Schluss sein", sagt Salzgitters Kfz-Obermeisters Gerhard Kunze, denn den erfolgreichen Lehrlingen von heute stehen die Türen morgen offen.

Wer Lust hat, kann sich weiterbilden und auf seinen Gesellenbrief aufsatteln. Ein Beispiel dafür ist der geprüfte Kfz-Servicetechniker beziehungsweise Kfz-Servicetechnikerin. Mit der Weiterbildung übernehmen die Absolventen und Absolventinnen in ihrem Job nicht nur mehr Verantwortung, Sie schaffen sogar die Grundlage für ihren Meister, falls sie den anstreben: Der Geprüfte Kfz-Servicetechniker wird nämlich als Teil eins der Kfz-Meisterprüfung anerkannt.

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Autos fast ausschließlich aus mechanischen Bauteilen bestanden haben. Im Rahmen der Digitalisierung und des technischen Fortschritts ist der Stellenwert von Elektrik, Elektronik und digitaler Systeme in Kraftfahrzeugen stark angestiegen, was sich natürlich auch auf die Anforderungen gegenüber Kfz-Werkstätten ausgewirkt hat: Geschultes Personal, das mit eben dieser neuen Technologie souverän umzugehen weiß, ist mittlerweile zwingende Voraussetzung und wird von vielen Autoherstellern im Rahmen der Zusammenarbeit mit Werkstätten verlangt.

Der Geprüfte Kfz-Servicetechniker ist eine solche Weiterbildung, die sich genau mit dieser technischen Entwicklung auseinandersetzt und ihre Schüler und Schülerinnen auf den neuesten Stand der Technik bringt. Sie sind später für die Instandhaltung, Diagnose und Beratung im Kfz-Bereich verantwortlich und übernehmen mit ihrem spezifischen Know-how eine verantwortungsvolle Rolle in dem jeweiligen Betrieb. Mit dem erfolgreichen Abschluss gehören Tätigkeiten rund um die Elektrik, Hydraulik und Pneumatik eines Fahrzeugs zur täglichen Arbeit.

Mit der neuen Qualifikation sind die Kfz-Servicetechniker über dem Kfz-Mechatroniker angesiedelt und auf dem besten Weg zum Meisterbrief. Auch beim Kfz-Handwerk kommt die Entschlossenheit gut an. Mit dem Lehrgang übernehmen die jungen Leute auch eine wichtige Rolle im Betrieb, was sich auch häufig positiv auf die Gehaltszahlung auswirken könne, so Gerhard Kunze, den es erfreut, wenn sich der Nachwuchs weiter entwickeln will. Er verweist auf den Meisterbrief, der bei der Karriere helfen kann oder für viele der Schritt ist, um sich selbständig zu machen. „Das Kfz-Handwerk hat viel zu bieten."

Dickes Lob für Goslars Kfz-Innung

Ein dickes Lob hat Salzgitters stellvertretender Kfz-Obermeister Thomas Schacht, der auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist, für die gute Zusammenarbeit mit der Kfz-Innung Goslar parat. In deren Schulungszentrum legten vier Lehrlinge in dieser Woche die praktische Prüfung ab, Michael Walkowiak sogar mit einer sehr guten Note. Thomas Schacht hebt auch Michael Benne hervor, der als Leiter der Werkstatt die Stationen aufbaut und die Prüfung vorbereitet. ,,Das ist alles nicht selbstverständlich." Auch wenn die Berufe rund ums Auto sehr beliebt sind, werde es mit Blick auf die Geburtsrate und demographisches Lage immer schwieriger, guten Nachwuchs zu finden. Umso mehr freute es ihn, vier jungen Männern den Gesellenbrief übergeben zu können.

Gut zu wissen

Neben dem Kraftfahrzeugmechatroniker gibt es aber auch noch andere Ausbildungsberufe, die für den Lehrgang zum Geprüften Servicetechniker (m/w) qualifizieren: Dazu gehören eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechaniker oder Kfz-Elektriker, der Abschluss einer anderen fahrzeugtechnischen Ausbildung mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung in der Kraftfahrzeuginstandhaltung sowie eine erfolgreiche Ausbildung in einem anderen Metall- oder Elektroberuf sowie drei Jahre Berufserfahrung in der Kfz-Instandhaltung. Die Weiterbildung (etwa 320 Stunden in Voll oder Teilzeit) kann für Mechatroniker bereits während des letzten Ausbildungsjahres oder unmittelbar nach bestandener Gesellenprüfung beginnen.