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Gifhorner Wirtschaftsspiegel

POLIZEI UND BUNDESWEHR BLEIBEN BELIEBTESTE ARBEITGEBER

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Zu jedem Übungsabschnitt gehören Theorieanteile. Die Ausbilder kommen vom Korps Mariniers, der niederländischen Eliteeinheit, mit der das Seebataillon seit Jahren eng zusammenarbeitet. Foto: Bundeswehr/Jana Neumann 

Die Polizei und die Bundeswehr gewinnen erneut die Gunst der Schüler und Schülerinnen in Deutschland, wenn es um deren Traum-Arbeitgeber geht. So lautet das Ergebnis des aktuellen Trendence-Schülerbarometers für den bundesweit 24.764 Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 bis 13 befragt wurden. Allerdings holen Arbeitgeber aus anderen Branchen auf.

Die Liste der beliebtesten Arbeitgeber ist im Vergleich zum vergangenen Jahr kräftig in Bewegung, wie das jüngste Schülerbarometer deutlich macht – vor allem die Spitzenplätze werden neu belegt. Allen voran geht der Automobilhersteller Tesla, der als bester Neueinsteiger gleich auf Platz fünf der Rangliste einstieg. Zudem sprang der Sportartikel-Hersteller adidas im Jahresvergleich von Platz sechs auf Platz drei des Rankings. Organisationen aus dem Gesundheitswesen, im vergangenen Jahr noch mit hohen Beliebtheitswerten, sind dieses Mal die Verlierer des Rankings. So fiel beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz von Rang sieben auf elf, die Diakonie von 33 auf 41 sowie die Malteser von Platz 26 auf 48. Mit deutlichen Zugewinnen dagegen: Arbeitgeber aus der Handelsbranche, die insgesamt 7 Prozent an Beliebtheitspunkten zulegte. Ein großer Sprung im Klassement der beliebtesten Arbeitgeber gelang beispielsweise dem Buchhandelsunternehmen Thalia, das von Rang 20 auf zwölf stieg, sowie der Modekette H&M, der ein Sprung von Platz 33 auf 13 gelang.

WENIGER ANZIEHUNGSKRAFT

„Die Anziehungskraft von Polizei und Bundeswehr ist bei der jüngsten Arbeitsmarktgeneration ungebrochen. Allerdings steht die Bundeswehr in diesem Jahr erstmals seit längerer Zeit in der Gunst der Jungs vor der Polizei, während die Mädchen weiterhin die Polizei präferieren. Was den beiden Platzhirschen in unserem Ranking allerdings zu denken geben sollte, ist, dass der öffentliche Dienst insgesamt auffällig an Attraktivität bei Schülern und Schülerinnen verliert“, sagt Robindro Ullah, Geschäftsführer des Trendence Instituts zu den Ergebnissen. In der Tat: Organisationen und Institutionen der öffentlichen Hand verloren im Jahresvergleich 7,1 Prozent an Beliebtheitswerten, während gleichzeitig Arbeitgeber aus der Automobilbranche (+3,6 Prozent) sowie eben aus dem Handel (+7,0 Prozent) an Anerkennung gewannen. Zwar ist der öffentliche Dienst nach wie vor die erste Branche der Wahl für junge Menschen insgesamt, bei den Jungs hinter Automobilherstellern allerdings nur noch auf Rang zwei.

BESTIMMENDE FAKTOREN

Der bestimmende Faktor der Arbeitgeberwahl ist bei jungen Menschen der Studie zufolge der Kollegenzusammenhalt, gefolgt vom Wunsch, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Erst auf Rang drei der wichtigsten Attraktivitätsmerkmale steht das Gehalt. Am wenigsten hoch im „ Penäler-Kurs“ stehen indes Kriterien wie ein internationales Arbeitsumfeld, die Innovationskraft eines Arbeitsgebers sowie die konkreten Produkte oder Dienstleistung. „Wir beobachten bei jungen Menschen nach wie vor den ausgeprägten Wunsch nach einer beruflichen Sinnperspektive. Das ist ein klares Resultat aus den vergangenen zwei Pandemie-Jahren. Dieser Wunsch ist vielen von ihnen zunächst wichtiger als etwa eine gut gefüllte Lohntüte“, ist Ullah überzeugt.

SOZIALE MEDIEN GEWINNEN

Wenn es darum geht, wo Schüler und Schülerinnen nach dem passenden Arbeitgeber für ihren Berufseinstieg suchen, setzen sich soziale Medien immer weiter durch. Schon im vergangenen Jahr waren soziale Netzwerke die meistgenutzte Quelle in diesem Kontext. Nun wuchs deren aktuelle Nutzungshäufigkeit noch einmal um 10,3 Prozent auf insgesamt 75,8 Prozent. Erst danach folgen Karrierewebsites (66,8 Prozent), Printmedien (49,5 Prozent, bei einem Plus von 10,7 Prozent) sowie Karriereevents (45,2 Prozent). Die meistgenutzten Netzwerke für Karrierezwecke sind Instagram, WhatsApp, youtube und TikTok. Übrigens: Der Anteil der Schüler/-innen, die sich noch gar nicht zum Thema Berufseinstieg informiert haben, ist mit 8,3 Prozent der Nennungen äußerst gering.