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FROHE WEIHNACHTEN - Grüße aus Stadt und Landkreis Gifhorn, Wolfsburg und Umgebung

LIEBER GEMEINSAM STATT EINSAM

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Familienfeste mit allen Sinnen genießen: Reden, lachen, schmecken und alles hören können gehören hier einfach dazu. © djd/audibene/Shutterstock/Drazen Zigic

Feiertage, Familientreffen Auch mit Schwerhörigkeit und Co.: teilhaben

Gemütlich beisammensitzen, miteinander lachen, reden und die gemeinsame Zeit genießen: Für die meisten Menschen sind Feiertage wie Weihnachten oder Ostern, runde Geburtstage oder andere gesellige Anlässe echte Highlights. Umso trauriger ist es, wenn eine Person am Geschehen nicht richtig teilhaben kann. Wer unter Schwerhörigkeit leidet, fühlt sich trotz der Gemeinschaft oft schrecklich isoliert und einsam. Denn gerade, wenn der Geräuschpegel rundherum hoch ist, fällt es schwer, den Gesprächen zu folgen. Es frustriert, wenn Betroffene in der Konversation vieles falsch oder überhaupt nicht verstehen. Manch einer denkt vielleicht sogar: „Lachen oder tuscheln die anderen heimlich über mich?"

VIELE BETROFFENE

Was dann folgt, ist nicht selten ein Rückzug aus der allgemeinen Unterhaltung. Schlimmstenfalls nehmen Schwerhörige an geselligen Treffen von vornherein nicht mehr teil und vereinsamen zunehmend. Doch das muss nicht sein: Denn mithilfe moderner Hörgeräte ist es möglich, das Leben und das Zusammensein mit anderen wieder mit allen Sinnen zu genießen. Wichtig ist es, den ersten Schritt zu tun und die Ohren checken zu lassen. Niemandem sollte es peinlich sein, wenn das Gehör nachlässt, denn das Problem ist weit verbreitet: Nach Studien liegt die Häufigkeit von behandlungsbedürftigen Hörstörungen in Deutschland bei etwa 19 Prozent. Bei Bedarf sollte man dann zügig handeln, denn je eher ein nachlassendes Gehör behandelt wird, umso besser kann das gesamte Spektrum des Hörens erhalten bleiben. Andernfalls „verlernt" das Gehirn, bestimmte Töne und Frequenzen zu verarbeiten.

HÖRGERÄTE GEDULDIG „EINTRAGEN”

Daher sollten sich Betroffene umfassend bei Hörgeräte-Experten beraten lassen. Dort findet sich auch eine Auswahl modernster Hörgeräte. Diese sind heutzutage so klein und diskret, dass sie kaum auffallen. Auch kostenloses Probetragen ist möglich. Wichtig zu wissen für alle Betroffenen: Es ist ein wenig Geduld gefragt, da es einige Zeit dauert, bis man sich an Hörgeräte gewöhnt hat. Oft ist es sinnvoll, sie zuerst nur stundenweise zu tragen und das Hören gezielt zu üben und zu trainieren. Bei Unsicherheiten oder Nachbesserungsbedarf unbedingt den Akustiker immer wieder um Hilfe bitten, bis alles bestmöglich eingestellt ist. So ist das Hörvermögen hoffentlich schon beim nächsten Familientreffen wieder in Topform. Quelle: djd


NEUES JAHR, NEUE GESETZE: 2023 BRINGT ÄNDERUNGEN

Die Verbraucherzentrale gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen

Nicht nur die Energiepreiskrise bringt Neues für Verbraucher. Im Jahr 2023 tritt eine ganze Reihe Gesetzesänderungen in Kraft. Die Verbraucherzentrale gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen (Stand: 30. November 2022).

Preisbremsen für Gas, Fernwärme und Strom

Die Energiekrise schlägt im Winter finanziell stark auf die Verbraucher durch. Preisbremsen bei Gas, Strom und Fernwärme sorgen ab 2023 für finanzielle Entlastung. Zwar werden sie nach aktuellem Stand ab März 2023 formal in Kraft treten. Sie sollen dann aber rückwirkend schon ab 1. Januar 2023 ihre Wirkung entfalten. Für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs soll in diesem Zeitraum gelten: ein gedeckelter Gaspreis von 12 Cent pro Kilowattstunde. Bei Strom liegt der Preisdeckel bei 40 Cent pro Kilowattstunde. Bei Fernwärme sollen 9,5 Cent pro Kilowattstunde als Preisdeckel gelten. Nur für den darüber liegenden Verbrauch ist der meist deutlich höhere, gültige Vertragspreis zu zahlen.

Mehr Wohngeld für mehr Menschen

Das Wohngeld wird ab dem 1. Januar 2023 erhöht, und zwar um durchschnittlich rund 190 Euro pro Monat. Es soll auch deutlich mehr Menschen zur Verfügung stehen. Das Wohngeld hängt von Einkommen, Miete, Wohnort ab. Man bekommt es nur auf Antrag bei der Kommune.

49-Euro-Ticket

Aufs 9-Euro-Ticket aus dem Sommer folgt das dauerhafte 49-Euro-Ticket: Im Frühjahr 2023 soll das bundesweite Deutschlandticket eingeführt werden. Das genaue Startdatum steht noch nicht fest. Für 49 Euro pro Monat kann man damit alle Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen - egal wo im Land. Zu diesem Preis wird das Ticket wohl vorwiegend für Berufspendler oder Reisende interessant sein, die auflängeren Strecken unterwegs sind. Das Ticket soll als monatlich kündbares Abo angeboten werden.

Bürgergeld ersetzt Hartz IV

Neuer Name, mehr Leistungen und höhere Freibeträge: Zum 1. Januar 2023 wird das Bürgergeld die bisherige Grundsicherung (Hartz IV) ersetzen. Der Regelsatz des neuen Bürgergelds für alleinstehende Erwachsene soll monatlich 502 Euro betragen (statt bisher 449 Euro). Auch Lebenspartner und Kinder sollen mehr Geld erhalten. Die Freibeträge auf Einkommen zwischen 520 und 1000 Euro sollen auf 30 Prozent steigen, um den Anreiz, eine Tätigkeit aufzunehmen, zu erhöhen. Zudem soll ein Weiterbildungsgeld in Höhe von 150 Euro bei Aufnahme von abschlussbezogenen Weiterbildungen eingeführt werden. Im ersten Jahr soll ein Vermögensfreibetrag von 40.000 Euro für einen Single und 15.000 Euro für jede weitere Person im Haushalt gelten.

Mehr Rente mit Angleichung zwischen Ost und West

Ab dem 1. Juli 2023 sollen die Renten voraussichtlich im Westen um 3,5 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent steigen. So steht es im Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2022 der Bundesregierung. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse. Ab 1. Juli 2023 wird außerdem der nächste Schritt gemacht, um den Rentenwert Ost an den im Westen geltenden Rentenwert anzugleichen. Von derzeit 98,6 Prozent steigt der Ost-Rentenwert dann auf 99,3 Prozent des Westwerts.

Neues Tierwohllabel für Schweinefleisch

Die Kennzeichnung von Haltungsbedingungen soll für erste Produkte Pflicht werden. Ab Sommer 2023 tritt das entsprechende Gesetz in Kraft und regelt es zunächst für frisches, unverarbeitetes Schweinefleisch aus deutscher Herstellung. Importierte Produkte fallen also nicht darunter. Später soll die Kennzeichnungspflicht für Geflügel und Rindfleisch folgen, ebenso eine Erweiterung auf in der Gastronomie verwendetes Fleisch sowie verarbeitete Produkte.

Viele Gebäudeversicherungen werden wohl teurer

Die Beiträge für Wohngebäudeversicherungen werden wohl fühlbar ansteigen. Betroffene sollten ihren Beitrag für die Gebäudeversicherung im Blick halten und können - nach einem Bedingungs- und Beitragsvergleich - den Anbieter wechseln. Viele Verbraucherzentralen bieten Beratung zu Versicherungsfragen an.

Mehrweg-Pflicht in der Gastronomie für Essen to go

Einwegbehältnisse sorgen für reichlich Verpackungsmüll. Das soll sich ab 1. Januar 2023 ändern: Restaurants, aber auch Lieferdienste und Caterer werden dann verpflichtet, Mehrwegbehälter als Alternative für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. Eine Ausnahme gibt es für kleine Betriebe mit höchstens fünf Beschäftigten und maximal 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen jedoch mitgebrachte Gefäße der Kundschaft akzeptieren und Speisen und Getränke für den To-go-Verzehr auf Wunsch abfüllen.

Weitere Informationen und Neuerungen gibt es unter www.verbraucherzentrale.de