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City Magazin

WEIHNACHTEN IN ANDEREN LÄNDERN

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Fotos: markusgann/123RF, picalotta/123RF

FESTLICHE BRÄUCHE UND REZEPTE

Weihnachten wird auf allen Kontinenten gefeiert, mit sehr unterschiedlichen Bräuchen. Da werden Besen und Wischmopps versteckt, Pudding klebt an der Decke oder eine Essiggurke wird im Tannenbaum versteckt. Sehr viele unterschiedliche Rezepte gibt es, die mit viel Liebe zubereitet werden. Andernorts ist allerdings der Besuch im Schnellrestaurant zur Tradition geworden.

In Italien wird viermal gefeiert

Für die Italiener beginnt das Weihnachtsfest schon am 8. Dezember. Mariä Empfängnis ist ein gesetzlicher Feiertag und für die Familie der erste Anlass, sich auf die Feierlichkeiten vorzubereiten. Da wird oft auch schon die Krippe aufgestellt. Am 13. Dezember ist das Fest der Santa Lucia. Die gilt in einigen Regionen als Überbringerin der Geschenke. Heiligabend und die Weihnachtstage werden natürlich auch gefeiert. Den Abschluss bildet der 6. Januar. Da kommt die Weihnachtshexe La Befana und bringt artigen Kindern Geschenke, während unartige nur Kohlestücke bekommen.

In der Slowakei landet Pudding an der Decke

Süße Speisen sind in vielen Ländern fester Bestandteil der Weihnachtsmahlzeiten. In der Slowakei wird der Loksa-Pudding allerdings nicht gegessen. Das älteste Familienmitglied wirft ihn mit einem Löffel an die Decke. Je mehr Pudding an der Decke kleben bleibt, desto mehr Glück wird man haben. Diesen Brauch gibt es auch in Teilen der Ukraine.

In Spanien bringt ein Holzklotz die Geschenke

In vielen Teilen Spaniens wird am 8. Dezember der Caga Tió aufgestellt. Das ist ein Holzklotz oder Baumstamm, der mit einem Gesicht bemalt ist. Das Geschenkeritual ist kurios: Der Klotz wird von den Kindern so lange mit Knüppeln geschlagen, bis er Geschenke auskackt. Manchmal wird er dabei sogar im Feuer verbrannt. Mit in die Zeit gehört die Weihnachtslotterie, bei der es um Millionengewinne geht. Da machen viele Spanier mit und fiebern am 22. Dezember mit, wenn 22 Schulkinder die Lotteriezahlen im Fernsehen vorsingen.

Norweger sorgen sich um Geister und Hexen

In norwegischen Häusern werden an Weihnachten alle Besen und Wischmopps versteckt. Einem alten Aberglauben zufolge kommen am Heiligabend nämlich Geister und Hexen aus ihren Unterschlupfen hervor. Die würden die Besen und Mopps benutzen, um am Weihnachtshimmel eine Spritztour zu machen. Das möchte man unbedingt verhindern, schließlich will man in Ruhe Weihnachten feiern.

In den USA hängen Gurken im Baum

Neben all dem glitzernden Santa-Claus-Bombast, der in den Vereinigten Staaten üblich ist, gibt es auch ein kleines Gemüse, das wichtig ist. Traditionell wird im Baum eine Essiggurke versteckt. Wer diese findet, erhält ein zusätzliches Geschenk und darf sich über besonders viel Glück im nächsten Jahr freuen. Eine echte Gurke wird aber kaum noch versteckt. Es ist meistens eine künstliche Variante.

In Japan geht's ins Schnellrestaurant

Christen gibt es nicht sehr viele in Japan. Es gibt auch keine gesetzlichen Feiertage zu dieser Zeit. Die amerikanische Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken hat allerdings in den 70er-Jahren mit einer Werbeaktion einen weitverbreiteten Weihnachtsbrauch ausgelöst. KFC hatte damals ein Menü als typisches Weihnachtsessen beworben. So gehen die Japaner mittlerweile am 24. Dezember zum Fest der Liebe dort essen. (rst)