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Steuerrecht: Zum Monatsende laufen einige coronabedingte Regelungen aus

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Steuerliche Neuerungen haben fi nanzielle Auswirkungen bei Arbeitnehmern und -gebern. Foto: showtimeagiryna/123RF

Das Jahr 2022 hat mit einer Reihe an steuerlichen Neuerungen begonnen, die sich sowohl bei Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern finanziell auswirken können. Für einige coronabedingte Regelungen laufen die Fristen allerdings zum Monatsende aus.Allen voran steht dabei der steuerfreie Bonus: Die Bundesregierung hatte den Arbeitgebern während der Corona-Pandemie zum 1. März 2020 die Möglichkeit eingeräumt, den Mitarbeitenden zusätzlich zu ihrem üblichen Lohn steuerfrei eine besondere Zuwendung zukommen zu lassen, um damit den oftmals erschwerten Bedingungen Rechnung zu tragen. Diese Corona-Beihilfe in Höhe von bis zu 1500 Euro kann noch bis zum 31. März insgesamt einmal an Mitarbeiter ausgezahlt werden.


Coronasubventionen

Darüber hinaus können Unternehmen und auch Soloselbst ständige mit der Verlängerung der Coronahilfen bis Ende März umfassende Unterstützung in Anspruch nehmen, wenn sie unter coronabedingten Einschränkungen leiden. Möglich ist dann zum Beispiel eine Fixkostenerstattung bis zu 90 Prozent im Rahmen der Überbrückungshilfe IV. Hinzu kommen ein verbesserter Eigenkapitalzuschuss für Firmen, die besonders schwer von coronabedingten Schließungen betroffen sind, sowie eine Neustarthilfe von bis zu 1500 Euro pro Monat für Soloselbstständige. Darüber hinaus gelten wesentliche Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld noch bis zum 31. März, die Antragsfrist für das KfW-Sonderprogramm wurde bis zum 30. April verlängert und die geltenden Kreditobergrenzen erneut erhöht.

Sachbezüge

Ebenfalls gestiegen ist zum Jahresbeginn die monatliche Freigrenze für Sachbezüge von aktuell 44 Euro auf 50 Euro. Arbeitnehmer können zum üblichen Gehalt also auch zusätzliche Extras wie Gutscheine erhalten – sogenannte Sachbezüge. Bis zu einem bestimmten Wert müssen diese nicht versteuert werden. Diese Grenze gilt für jeden Monatswert. Wird der Betrag nicht ausgeschöpft, kann der Rest allerdings nicht auf einen anderen Monat übertragen werden.

Home-Offi ce-Pauschale

Um Arbeitnehmer zu entlasten, wird die Home-Office-Pauschale bis 31. Dezember 2022 verlängert. Sie beträgt fünf Euro pro Tag als Werbungskosten, maximal ist sie auf 600 Euro pro Jahr (120 Tage) gedeckelt. Doch Achtung! „Die Pauschale zahlt sich nur bei hohen Werbungskosten aus und wird nicht zusätzlich zum Arbeitnehmer-Pauschbetragvon 1.000 Euro gewährt“, geben Steuer- und Rechtsexperten zu bedenken. Arbeitnehmer, die mit der Home-Offi ce-Pauschale und den übrigen Werbungskostenunter der 1.000-Euro-Grenzebleiben, profitierten also nicht. Höherer Mindestlohn.

Aufatmen ist in der Gastronomieangesagt, denn die Umsatzsteuersätze für Restaurant- und Verpflegungsleistungen bleiben bis31. Dezember 2022 auf sieben Prozent gesenkt. Wobei die Regelung ausschließlich für Speisengilt, Getränke sind davon ausgenommen.

Gestiegen ist währenddessen der gesetzliche Mindestlohn, der seit1. Januar 9,82 Euro pro Stundebeträgt. Zum 1. Oktober soll er laut Kabinettsbeschluss auf12 Euro pro Stunde steigen. sta