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25 Jahre Bundesliga

Präger und das späte Glück zum Start

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Erfolgreich gewehrt: Peter Kleeschätzky und Marjan Kovacevic im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel gegen 1860 München.

Die 1. Saison: 1997/98

So war die Saison: Schwerer Patzer von Torwart Perry Bräutigam, Tor durch Roy Präger in der 90. Minute - so fing die Bundesliga-Geschichte des VfL in Rostock an. Der 1:0 Sieg zum Start war wichtig, um in der neuen Klasse anzukommen. Und um die Grundlage zu legen für den Klassenerhalt, den dem VfL - mit Mini-Etat und Mini-Stadion kaum einer zugetraut hätte. Die ganze Saison über stand der Neuling nie auf einem Abstiegsplatz, auch wenn ein sportlicher Knick zu Beginn der Rückrunde für einen Trainerwechsel gesorgt hatte: Willi Reimann musste gehen, Wolfgang Wolf kam.

So wurde Wolfsburgs allererstes Bundesliga-Tor bejubelt: Sead Kapetanovic, Holger Ballwanz und Roy Präger (v. l.).

Das wichtigste Spiel: In der Hinrunde lebte der VfL von der Aufstiegseuphorie, nach der Winterpause fing es an, sportlich zu kriseln, Trainer Reimann verlor die Akzeptanz in der Mannschaft. Aber was bringt ein Trainerwechsel? Am 27. März gab es die Antwort: Mit viel Kampfgeist, etwas Glück und einem Tor von Marjan Kovacevic gewann der VfL sein erstes Spiel unter Reimann-Nachfolger Wolf mit 1:0 gegen 1860 München. Es folgten zwei weitere 1:0-Siege (in Bielefeld und Leverkusen); gegen diese neun Punkte waren am Ende das Rettungspaket für den VfL.


Platz 14 

39 Punkte 
11 S-6 U-17 N 
38:54 Tore


Was sonst so war: Am vorletzten Spieltag verlor der VfL mit 0:4 in Kaiserslautern, die Pfälzer machten damit die Meisterschaft perfekt- und Wolfsburgs Profis jubelten einfach mit. Denn durch das zeitgleiche Bielefelder 2:1 gegen Köln war der Klassenerhalt perfekt. Im Café am Markt in der Lauterer Innenstadt stieg die gemeinsame Sause, sogar Schiedsrichter Jürgen Jansen feierte mit. Das Wolfsburger 0:2 gegen Mönchengladbach am letzten Spieltag war aus VfL-Sicht bedeutungslos, aber großen Jubel gab's auch wieder - denn die Borussia feierte den Klassenerhalt.