DEL-Playoffs

Die Grizzlys vor Spiel 4 in Bremerhaven: „Essen, schlafen, Vollgas!“

Spiel 4 im Viertelfinale: Dominik Bittner (l.) und die Grizzlys wollen am Ostersamstag in Bremerhaven bei den Fischtown Pinguins (Tye McGinn) den Einzug ins Halbfinale perfekt machen.

Spiel 4 im Viertelfinale: Dominik Bittner (l.) und die Grizzlys wollen am Ostersamstag in Bremerhaven bei den Fischtown Pinguins (Tye McGinn) den Einzug ins Halbfinale perfekt machen.

Wolfsburg. Auf ein Neues: Statt Regeneration und Oster-Vorbereitung steht für die Grizzlys Wolfsburg am Samstag die nächste Aufgabe an - Spiel 4 im Playoff-Viertelfinale der DEL bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven, um 16.30 Uhr geht's in der Eis-Arena an der Nordsee los. In eigener Halle, vor der Saison-Rekordkulisse von 3920 Zuschauenden, hatten die Grizzlys am Donnerstagabend den vorzeitigen Halbfinal-Einzug verpasst, verloren nach den Siegen in Spiel 1 und 2 die dritte Partie mit 1:3 (1:1, 0:1, 0:1), lediglich Darren Archibald traf für Wolfsburg. "Wir haben zu viele Fehler gemacht und deswegen verloren", so die ebenso schlichte wie zutreffende Analyse von Gerrit Fauser am Magentasport-Mikro. "Das ganze Spiel über waren wir einfach zu nett. Zu viele Pässchen, nicht geradlinig genug. So haben wir zu viele Scheibenverluste gehabt und da verliert man dann zu Recht so ein Spiel."

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Für Dominik Bittner und Co. ging es nach dem Spiel direkt in die Regeneration. „Aufs Fahrrad oder ins Hot oder Cold Tub, damit wieder Blut in die Beine fließt“, so der Grizzlys-Verteidiger. Das Spiel hatte am Ende ganz schön an den Kräften der Wolfsburger gezehrt. Die Gastgeber erwischten keinen guten Start, lagen nach drei Minuten bereits zurück. „Bei so einem Pass muss man dann auch irgendwann mal sagen: ‚Hut ab, das war eine Wahnsinns-Direktabnahme‘“, so Bittner. Schwarz-Orange hätte anschließend zwar ausgleichen können, sei aber „immer etwas hinterhergerannt“. Insgesamt sei es „kein wirklich schlechtes Spiel“ der Grizzlys gewesen, „aber“, so Bittner, „wir wissen, dass wir besser spielen können und das im nächsten Spiel natürlich auch wollen“.

Mental spiele die erste Niederlage in den aktuellen Playoffs keine wirklich große Rolle, erklärt Bittner. „Weil wir wissen, dass wir nicht bei 100 Prozent waren. Wir haben bei Kleinigkeiten nicht ordentlich aufgepasst und wissen, dass wir das recht schnell abstellen können und müssen.“ Die Lösung ist deshalb klar: „Wenn wir das im nächsten Spiel schaffen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir mit einem Sieg rausgehen.“

Für die Grizzlys geht es am Freitag zunächst in die Videoanalyse, anschließend folgt ein gemeinsames Mittagessen und die Busfahrt nach Bremerhaven. Training auf dem Eis sei ohnehin kaum nötig, „weil es ja doch sehr harte Spiele in kurzen Abständen waren“. Der Plan für die Zeiten zwischen Spiel 3 und 4 sei ohnehin einfach: „Essen, schlafen, Vollgas!“

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Die Grizzlys, Dritter nach der Hauptrunde, sind in guter Gesellschaft: Auch München (Zweiter) und Straubing (Vierter) gehen ins vierte Spiel, lediglich Titelverteidiger Eisbären Berlin schaffte den „Sweep“, setzte sich gegen die Kölner Haie glatt durch.

Im Wolfsburg war am Donnerstag Phillip Bruggisser einer der auffälligsten Akteure bei den Pinguins. Der Ex-Grizzly war überall auf dem Feld zu finden und assistierte Mitspieler Jan Urbas mit einem traumhaften Chip den 3:1-Treffer. „Wenn du den Puck zu Urbas kriegen kannst, ist das immer das richtige Play“, sagte der 30-Jährige mit einem Schmunzeln. Generell habe er gesehen, dass sein Team „insgesamt besser gespielt“ habe. „Wir haben aus unseren Chancen Tore gemacht, Wolfsburg nicht. Das war der Unterschied.“ Der Support der Bremerhavener Fans, die, wie auch in Spiel 1, gut zu hören waren, sei auch bei der Mannschaft angekommen, die erstmals in dieser Serie gewinnen konnte. „Das haben wir ihnen nach unserem Heimspiel geschuldet“, merkt Bruggisser an. Das hatte Wolfsburg deutlich mit 6:2 gewonnen.

Die ersten 20 Minuten waren für Wolfsburgs Headcoach Mike Stewart „relativ ausgeglichen“, beide Mannschaften hätten ein paar gute Chancen gehabt. Auch im zweiten und letzten Drittel sei es offen gewesen. Allerdings mit dem Unterschied: „Wenn wir Fehler gemacht haben, wurden wir bestraft“, so Stewart. „Bremerhaven hat seine Chancen ausgenutzt, wir nicht.“ Beide Teams hätten gekämpft, „es war eine enge Partie. Die Kleinigkeiten haben den Unterschied ausgemacht.“ Die Grizzlys müssten die erste Niederlage in dieser Serie nun abhaken und wieder aufstehen, „denn es geht weiter“.

Von Marvin Sonnemann und Sven Grosche

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