Ex-Profi rückt in die Geschäftsführung

VfL bestätigt: Marcel Schäfer wird Schmadtke-Nachfolger in Wolfsburg

Stühlerücken beim VfL: Marcel Schäfer (l.) wird Geschäftsführer, Sebastian Schindzielorz neuer Sportdirektor.

Stühlerücken beim VfL: Marcel Schäfer (l.) wird Geschäftsführer, Sebastian Schindzielorz neuer Sportdirektor.

Wolfsburg. Die Verträge sind unterschrieben. Der Aufsichtsrat hat die Personalien abgenickt. Nun ist es amtlich. Der große Umbau auf der sportlichen Führungsetage des VfL Wolfsburg ist perfekt. Marcel Schäfer wird ab 1. Februar die freiwerdende Stelle als Geschäftsführer Sport besetzen, das bestätigte der VfL am Montagvormittag. Damit beerbt der 38-Jährige Jörg Schmadtke, dessen Vertrag ausläuft.

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Schäfer übernimmt auch die Fußballerinnen

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir und meiner Arbeit entgegengebracht wird. In die Fußstapfen von Jörg Schmadtke zu treten, wird eine große Herausforderung sein, die ich mit viel Freude und Begeisterung angehen werde. Seit über vier Jahren arbeite ich eng mit Jörg zusammen und bin sehr dankbar, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, zu lernen, selbständig zu arbeiten und mich jeden Tag weiterzuentwickeln“, so Schäfer, der damit der neue starke Mann beim Fußball-Bundesligisten wird – und künftig auch für die Fußballerinnen zuständig ist, die bisher im Verantwortungsbereich von Geschäftsführer Tim Schumacher lagen.

Ebenfalls fix: Sebastian Schindzielorz wird an Schäfer berichten und die Stelle des Sportdirektors bekleiden. Offiziell startet der 43-Jährige Anfang Februar, tatsächlich ist er bereits in alle aktuellen Entscheidungen eingeweiht. „Ich hatte sportlich wie privat eine schöne Zeit in Wolfsburg, an die ich mich gerne erinnere“, so Schindzielroz. „Ich freue mich darauf, zurückzukehren und gemeinsam mit einem ehemaligen Weggefährten eng zusammenzuarbeiten.“

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Gemeinsam Meister 2009

Mit Schäfer und Schindzielorz steckt eine Menge VfL in der neuen Führungsmannschaft. Schäfer trug zehn Jahre lang das Trikot der Niedersachsen, 2009 wurde er Deutscher Meister. Seit vier Jahren bekleidet er das Amt des Sportdirektors. Schindzielorz war von 2008 bis 2013 am Mittellandkanal, war ebenfalls Mitglied des Meisterteams und beendete in Wolfsburg seine aktive Karriere. Anschließend ging er zurück zum VfL Bochum, assistierte an der Seite von Manager Christian Hochstätter, um 2018 seine eigene Erfolgsstory zu schreiben.

Trotz bescheidener finanzieller Mittel stieg er mit dem Ruhrpottklub auf und schaffte im Jahr darauf sensationell den Klassenerhalt. Bochums Vereinsboss Ilja Kaenzig sagte der AZ/WAZ: „Ich kann dem VfL und VW zu dieser Personalie nur gratulieren. Sebastian hat bei uns fantastische Arbeit geleistet und wird seinen Weg auch in Wolfsburg weitergehen. Er ist ein Arbeitstier, ehrgeizig und tiefgründig.“ Das Meisterduo Schäfer/Schindzielorz soll den eingeschlagenen Weg weitergehen. Junge, hoffungsvolle Spieler sollen gekauft werden, die sich mit den Werten des Klubs („Arbeit, Fußball, Leidenschaft“) identifizieren.

Lob von AR-Chef Witter

Der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Witter erklärte: „Marcel Schäfer ist dem VfL Wolfsburg seit vielen Jahren eng verbunden. Er hat schon als Spieler auf dem Platz die Tugenden des VfL verkörpert, mit denen er dann seit 2018 auch seine Aufgaben als Sportdirektor erfolgreich bewältigt hat. Marcel Schäfer verfügt bewiesenermaßen nicht nur über eine sehr große sportliche Fachkompetenz, sondern identifiziert sich zu einhundert Prozent mit dem Verein und der Region.“

Von Andreas Pahlmann und Thomas Gassmann

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