AZ/WAZ-Schiri-Kolumne

Mit Verspätung in die Landesliga: Philipp Kühl freut sich auf neue Herausforderung

Ab sofort in der Landesliga an der Pfeife: Philipp Kühl (l.), Gifhorns stellvertretender Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart.

Ab sofort in der Landesliga an der Pfeife: Philipp Kühl (l.), Gifhorns stellvertretender Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart.

Isenbüttel. Ein Aufstieg mit Verzögerung: Philipp Kühl, stellvertretender Schiedsrichter-Lehrwart des NFV-Kreises Gifhorn, pfeift ab sofort selbst in der Fußball-Landesliga. Es war zwar nicht sein vorrangiges Ziel, dennoch freut sich der 27-jährige Unparteiische vom MTV Isenbüttel über seine Beförderung. Sein Debüt feierte er am Sonntag in Braunschweig.

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Kühls Problem: Bis 2021 erhielt er keine Beobachtungen. „Ich konnte die läuferischen Anforderungen der Bezirksleistungsprüfung dafür nicht erfüllen“, begründet er. Doch die konditionellen Defizite holte er durch die eine oder andere Laufrunde während der Corona-Pause auf. Mit Erfolg: „In der Prüfung im Juli letzten Jahres absolvierte ich den läuferischen und theoretischen Teil erfreulicherweise ohne Probleme.“ Dabei gehörte die Landesliga nicht zwingend zu seinen Primärzielen, auch in der Bezirksliga hatte sich Kuhl wohlgefühlt. „Allerdings wollte ich beobachtet werden und Feedback erhalten“, sagt der 27-Jährige: „Ich wollte es mir nach so vielen Jahren im Bezirk selbst beweisen.“ Lohn für den Fleiß: Er wurde für die B- und C-Junioren-Regionalliga nominiert. Besonders reizen ihn „wertvolle Erfahrungen“ bei Vereinen wie Eintracht Braunschweig oder Hannover 96.

Durch die bestandene Prüfung waren dem Referee, seit 2010 aktiv, Beobachtungen in der Bezirksliga sicher. Im Oktober 2021 allerdings ein Rückschlag für Kühl: Ein angebrochener Fuß hatte eine sechswöchige Zwangspause zur Folge. Zwei Monate später, als der 27-Jährige sein Comeback geben wollte, kam es zum landesweiten Corona-Cut. Für den Landesliga-Aufstieg hätte der Isenbütteler drei Beobachtungen (mit positivem Urteil) benötigt, lediglich deren zwei konnte er jedoch vor seiner Verletzung vorweisen. Zu Beginn der Rückrunde ermöglichte ihm der Bezirks-Schiedsrichter-Ausschuss (BSA) jedoch seine dritte Beobachtung und rückwirkend zur Winterpause doch noch den Gang in die nächsthöhere Spielklasse.

„Darüber habe ich mich sehr gefreut, werde natürlich auch in der Landesliga mein Bestes geben und freue mich auf die neue Herausforderung“, erklärt der 27-Jährige. An die schnellere Spielweise müsse er sich jedoch zunächst gewöhnen, das sei ihm schon in der Vergangenheit als Assistent aufgefallen. Kühl: „Ich hoffe, dass ich mich in dieser Liga gut weiterentwickeln und meine Fähigkeiten ausbauen kann.“ Doch könnte der Weg unter Umständen noch weiter nach oben führen? „Darüber habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, möchte nach oben hin auch nichts ausschließen“, erklärt der Isenbütteler, der am Sonntag sein erstes Duell in der neuen Spielklasse zwischen dem BSC Acosta und dem SC Hainberg (3:0) leitete.

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Mit Normen Meyer (22 Jahre/MTV Gifhorn), am Sonntag Kühls Assistent, und Marcel Brandt (27/TSV Brechtorf) verfügt der NFV-Kreis Gifhorn zudem über zwei von insgesamt vier Schnupperschiedsrichtern zur Landesliga – eine einmalige Aktion des BSA. Sie dürfen sich in besagter Spielklasse in einzelnen Partien unter Beweis stellen – mit der Chance auf eine Beförderung zur nächsten Saison. Kühl: „Ich freue mich natürlich für Normen und Marcel und denke, dass sie gute Chancen haben.“

Von Florian Schulz

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