Fußball: MTV Isenbüttel

Vom Feld ins Tor: Isenbüttels Jannis Stender über seine Landesliga-Premiere

Das Vertrauen in seine Vorderleute war groß: Aushilfstorhüter Jannis Stender (r.) hinterließ bei seinem Landesliga-Debüt am Sonntag gegen Kästorf einen soliden Eindruck.

Das Vertrauen in seine Vorderleute war groß: Aushilfstorhüter Jannis Stender (r.) hinterließ bei seinem Landesliga-Debüt am Sonntag gegen Kästorf einen soliden Eindruck.

Isenbüttel. Landesliga-Premiere – und dann auch noch im Derby gegen den SSV Kästorf! Jannis Stender hat zwar eine Torhüter-Vergangenheit, doch in besagter Spielklasse stand der 24-Jährige am Sonntag das erste Mal zwischen den Pfosten des MTV Isenbüttel. Er machte seine Sache sehr ordentlich, konnte die Last-Minute-Niederlage (1:2) aber nicht verhindern.

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„Klar: Die Nervosität war da, aber man weiß ja auch, mit wem man auf dem Platz steht“, hatte Stender vollstes Vertrauen in seine Mitspieler. Bis zur B-Jugend hütete er durchgehend den Kasten, „dann wurde es mir aber zu langweilig“. Drum zog es ihn auf das Feld. Nur wenn Not am Mann herrschte, half Stender zwischen den Pfosten aus. Wo er sich am wohlsten fühlt? „Gute Frage. Generell spiele ich da, wo der Trainer mich aufstellt, und versuche der Mannschaft zu helfen.“ Im Normalfall findet sich der 24-Jährige in der Offensivzentrale wieder – vorrangig auf der Zehn.

Aufgrund einer Zerrung im Bewegungsapparat wäre Stender gegen Kästorf allerdings ohnehin keine Alternative als Feldspieler gewesen. Mit Jonas Loock (Sperre) und Sören Rang (Corona-Infektion) fielen die beiden etatmäßigen Schlussmänner aus. Die Chance also für den 24-Jährigen, seine im Nachwuchs erlernten Künste noch einmal unter Beweis zu stellen. „Ich habe versucht, meine Vorderleute zu stellen und ihnen Tipps zu geben. Allerdings hätte ich noch etwas mehr mitspielen können, was aufgrund des Platzes nicht einfach war“, schätzt Stender seine Vorstellung im Nachgang selbst ein. Bei beiden Gegentreffern durch Albert Hajdaraj traf ihn keine Schuld, auch wenn er jeweils noch am Leder war: „Eigentlich bin ich schon ganz zufrieden mit mir. Aber mit einem Punkt, der aus meiner Sicht absolut fair gewesen wäre, wäre der Tag noch schöner gewesen.“

Die neue inoffizielle Nummer drei im Tor hinter Loock und Rang („Sie teilen sich die Spiele, eine echte Nummer eins haben wir quasi nicht“) spielt seit frühester Kindheit für den MTV, ging lediglich für ein halbes Jahr in Diensten des MTV Wasbüttel „fremd“. Man kann ihn also trotz seiner jungen Jahre als Ur-Isenbütteler bezeichnen, der das Wappen im Herzen trägt: „Ich denke schon, dass ich in der Mannschaft einen recht hohen Stellenwert besitze. Dennoch ist es nicht mein Anspruch, immer in der Startelf zu stehen. Für mich sind die Mitspieler sehr wichtig, ich möchte mit ihnen einfach Spaß haben.“

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Zur neuen Spielzeit kommt mit Ralf Schmidt ein neuer Trainer nach Isenbüttel. Stender sieht es mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“. Im Herrenbereich spielte er bislang ausschließlich unter der Leitung von Rouven Lütke („Von ihm habe ich immer viel Vertrauen erhalten“). In der laufenden Saison gehe es ausschließlich darum, die Klasse zu halten. Anschließend wird der Blick etwas weiter nach oben gerichtet. Stender: „Die Sparte stellt sich gerade neu auf, wodurch Schwung reinkommt. Wir wollen auf Dauer in Richtung gesichertes Mittelfeld in der Landesliga.“

Von Florian Schulz

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