VfL-Profi reiste in die Heimat seiner Familie

Besuch in der DR Kongo: Wolfsburg-Profi Baku tief beeindruckt

Besuchte die Heimat seiner Eltern: VfL-Profi Ridle Baku.

Besuchte die Heimat seiner Eltern: VfL-Profi Ridle Baku.

Wolfsburg. Dass er unbedingt mal in das Heimatland seiner Eltern reisen will, hatte Ridle Baku bereits vor eineinhalb Jahren im AZ/WAZ-Interview erklärt - Corona machte damals noch alle Reisepläne zunichte. Jetzt hat der Außenbahn-Spieler des VfL seine Pläne umsetzen können, reiste im Urlaub nach Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Gegenüber der Sportbild zeigte er sich tief beeindruckt von den Erlebnissen. „In Kinshasa gibt es keine Toiletten mit Spülung. Man kann sich dort nicht mal setzen, eigentlich ist es nur ein Loch. Ich habe vorher nie überlegt, was es bedeutet, fließendes Wasser zu haben oder Strom“, sagte der 24-Jährige.

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Seine Erkenntnis: „Mir ist bewusst geworden, wie selbstverständlich viele Dinge für uns in Europa sind. Hier wollen wir immer mehr und sind nie zufrieden.“ Bakus Eltern waren 1992, sechs Jahre vor seiner Geburt, als Folge des Bürgerkriegs aus dem damaligen Zaire geflohen und haben in Hochheim bei Mainz ein neues Zuhause gefunden. Sein Vater spielte bei Amateurvereinen Fußball und arbeitete am Flughafen Frankfurt.

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Baku kündigte nach seinem Besuch an, sich mehr in der Demokratischen Republik Kongo engagieren zu wollen. In der AZ/WAZ hatte er zuvor bereits erklärt, dass es durchaus mal die Überlegung gegeben hatte, für das Nationalteam aus der Heimat seiner Familie zu spielen: „Ich habe mir diese Frage tatsächlich selbst mal gestellt, das muss so in der U17 gewesen sein. Vorher wollte ich beim Fußball vor allem Spaß haben, aber irgendwann fängt man an, auch über solche Dinge nachzudenken. Und dann habe ich für mich entschieden: Am liebsten würde ich mal in der deutschen A-Nationalmannschaft spielen. Und das hat ja geklappt.“

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Für die Nachwuchsteams des DFB absolvierte Baku insgesamt 37 Länderspiele, nach seinem Wechsel 2020 von Mainz nach Wolfsburg stand er insgesamt viermal in der deutschen A-Nationalmannschaft, erzielte im vergangenen November beim 9:0 in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein in Wolfsburg den Treffer zum zwischenzeitlichen 7:0. Zuletzt wurde er nach einer durchwachsenen Saison beim VfL von Bundestrainer Hansi Flick nicht mehr berücksichtigt.

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