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Saisonfinale in Wolfsburg

Bayern schlagbar? Kohfeldt „wäre da vorsichtig...“

Klare Sache: Das Hinspiel im Dezember gewann der FC Bayern gegen den VfL mit 4:0.

Klare Sache: Das Hinspiel im Dezember gewann der FC Bayern gegen den VfL mit 4:0.

Wolfsburg.Dass es ein entspanntes Saisonfinale wird, dafür haben beide Mannschaften längst gesorgt. Der VfL Wolfsburg muss nicht mehr um den Klassenerhalt zittern, die Bayern haben in der vergangenen Woche bereits die Meisterschale erhalten. Sportlich geht’s im Duell am Samstag (15.30 Uhr) in der ausverkauften VW-Arena also bestenfalls noch darum, ob die Wolfsburger eine insgesamt enttäuschende Saison auf dem 13. Platz beenden oder doch noch einmal ein paar Ränge klettern.

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Aber bei aller Kritik, die VfL-Trainer Florian Kohfeldt seit seinem Amtsantritt in Wolfsburg immer wieder einstecken muss: Niemand würde auf die Idee kommen, ihm Ehrgeiz abzusprechen. Und so klingt es durchaus glaubwürdig, wenn er seine Ziele fürs letzte Spiel der Saison formuliert: „Auch wenn kein sportlicher Druck im eigentlichen Sinne mehr da ist, wollen wir dieses Spiel als Einzel-Ereignis sehen, wollen ein offenes Spiel haben und wenn möglich gewinnen. Ich wünsche mir, dass wir uns nach einer nicht zufriedenstellenden Saison würdig verabschieden.“ Dass ausgerechnet die Bayern zum Finale kommen, sorgt zumindest dafür, dass der Rahmen würdig sein wird. „Ein extrem attraktiver Gegner“, so Kohfeldt, „die maximale Herausforderung in der Bundesliga. Wir freuen uns auf eine ausverkaufte Arena.“

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Dass die Bayern zuletzt immer mal wieder den Eindruck zuließen, die Saison austrudeln lassen zu wollen, lässt Kohfeldt kalt. „Ich wäre da sehr vorsichtig“, antwortet er auf die Frage, ob die Bayern vielleicht aktuell schlagbarer wären als sonst. Zuletzt habe man beim 2:2 des FCB gegen Stuttgart zwar „gesehen, dass der VfB die eine oder andere Chance hatte“, andererseits „hatten die Bayern auch knapp 80 Prozent Ballbesitz“ und hätten zwischenzeitlich leicht die Führung auch auf drei oder vier Tore ausbauen können. Es sei eben nach wie vor „die beste deutsche Mannschaft und ein europäisches Top-Team, das in den letzten Jahren wenig Anlass dazu gegeben hat, an seiner Mentalität zu zweifeln“. Was auch der VfL schon erfahren musste: Beim für die Münchner bedeutungslosen Saisonfinale vor zwei Jahren siegten sie in Wolfsburg mit 4:0 – und verhinderten die direkte VfL-Qualifikation für die Europa League.

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Wolfsburg-Siege gegen die Bayern sind ohnehin selten, ganze vier gab es in nun knapp 25 Bundesliga-Jahren. Beim Versuch, den fünften einzufahren, hat Kohfeldt zumindest wieder mehr personelle Auswahl. Torwart Koen Casteels ist nach Schulterproblemen fit, auch der zuletzt wegen einer Rückenprellung fehlende Sebastiaan Bornauw und Jerome Roussillon (Fuß) können wieder spielen. Nicht dabei ist dafür Felix Nmecha, bei dem eine ohnehin anstehende Behandlung wegen Knie-Beschwerden vorgezogen wurde.

Ein Punkt oder gar ein Erfolg gegen die Bayern – so unwahrscheinlich er auch sein mag – hätte für die Wolfsburger auch einen statistisch hübschen Nebeneffekt. Denn dann würde der VfL die Saison mit vier ungeschlagenen Spielen beenden, eine solche Serie war dem VfL nur zum Saisonstart (da waren es sogar fünf) gelungen. „Und dann“, so Sportdirektor Marcel Schäfer, „würden wir die Saison mit einem guten Gefühl beenden.“

Von Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel

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