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Wolfsburg gegen Werder Bremen

2:2! Guilavogui rettet dem VfL einen Punkt bei Kovacs Bundesliga-Rückkehr

Traf kurz vor Schluss zum 2:2-Ausgleich: VfL-Mittelfeldmann Josuha Guilavogui (r.).

Traf kurz vor Schluss zum 2:2-Ausgleich: VfL-Mittelfeldmann Josuha Guilavogui (r.).

Wolfsburg. Da ist der VfL gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Zum Bundesliga-Auftakt kam der Wolfsburger Fußball-Bundesligist gegen Werder Bremen nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus. Den Ausgleichstreffer erzielte ausgerechnet Wechselkandidat Josuha Guilavogui – und rettete Trainer Niko Kovac bei dessen Rückkehr in Deutschlands höchste Spielklasse einen Punkt.

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28.100 Zuschauer verfolgten das Spiel in der VW-Arena - allerdings blieben im Auswärtsblock einige Plätze frei. Wegen einer Durchsuchungsaktion der Polizei am Bahnhof hatten Werder-Ultras entschieden, wieder nach Bremen zurückzukehren. Der Aufsteiger verurteilte die Maßnahme, die Polizei verwies auf die Notwendigkeit der Durchsuchungen zur Gefahrenabwehr.

Im Stadion fiel das Fehlen der aktiven Fan-Szene zwar auf, trotzdem waren immer noch mehrere Tausend Werder-Anhänger dabei. Ihre Mannschaft drängte die Wolfsburger teils tief in die eigene Hälfte zurück. Die Wölfe ließen sich das zunächst nicht gefallen.

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Nach starkem Zuspiel von Neuzugang Patrick Wimmer auf Lukas Nmecha im Strafraum hob der 23-Jährige den Ball in der elften Minute über Torwart Jiri Pavlenka zum 1:0 ins Tor. Auf der anderen Seite schlug Werder allerdings kurz darauf zurück: Niclas Füllkrug erzielte mit einem wuchtigen Fernschuss aus knapp 20 Metern den Ausgleich. Nur kurze Zeit später erhöhte Leonardo Bittencourt per Kopf auf 2:1. „Bei den Gegentoren waren wir zu sorglos“, monierte Wolfsburg-Kapitän Maximilian Arnold.

Bremen-Trainer Ole Werner, der sein erstes Bundesligaspiel an der Seitenlinie erlebte, hatte vor dem Start von einem „harten Stück Arbeit“ in Wolfsburg gesprochen. Die Bremer scheinen das beherzigt zu haben und waren viel entschlossener in den Duellen. Die Wolfsburger dagegen waren häufig zu harmlos und fanden nicht wirklich in einen Spielrhythmus. VfL-Trainer Kovac, der sein erstes Liga-Spiel als Coach der Wölfe bestritt, sah, dass sein Team im Gegensatz zu der stabilen Abwehr der Gäste noch einige Abstimmungsprobleme, Fehler und Lücken in der Defensive abstellen muss. Phasenweise war es ein enttäuschender Auftritt, den die Heimfans mit Pfiffen quittierten.

Vor allem über die eigene rechte Seite kamen die Bremer regelmäßig und hielten den gelernten Innenverteidiger Micky van de Ven auf Trab, der als linker Verteidiger seine Probleme hatte.

Zur zweiten Halbzeit brachte Kovac Rückkehrer Josuha Guilavogui und nahm auch kurz darauf den Wechsel-Kandidat Josip Brekalo vom Platz, der überraschend in die Startelf gerückt war, aber offensiv kaum Akzente setzen konnte. Auch mit dem eingewechselten Angreifer Jonas Wind kam das Heim-Team kaum zu nennenswerten Chancen. Die Bremer hatten keine Mühe, gegen die ideenlosen Gastgeber zu verteidigen. Erst kurz vor Schluss dämpften die Wölfe die Bremer Party-Stimmung, als Guilavogui spät zum Ausgleich traf. „Wir alle lieben Josh“, sagte Torschütze Nmecha in Richtung seines Teamkollegen. „Wir haben uns sehr über seinen Ausgleich gefreut.“

VfL: Casteels – Baku (76. Kruse), Bornauw, Lacroix, van de Ven – Arnold, Svanberg (46. Guilavogui) – Wimmer (67. Kaminski), Brekalo (56. Wind), Marmoush (67. Waldschmidt) – L. Nmecha. Bank: Pervan (Tor), Otavio, Franjic, Vranckx.

Bremen: Pavlenka – Pieper, Veljkovic, Friedl – Weiser (75. Agu), Groß, Jung (69. Buchanan) – Bittencourt (75. Rapp), Stage – Füllkrug (80. Burke), Ducksch. Bank: Zetterer (Tor), Stark, Gruev, Schmidt.

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Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel).

Zuschauende: 28.100

Gelb: van de Ven (1), L. Nmecha (1) / Weiser (1), Pieper (1).

Von Marcel Westermann und Thomas Gassmann mit DPA

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