Wie sicher wird das Reisen 2022?

Auf den deutschen Flughäfen wird es zum Ferienstart voll. Veraltete Verfahren bei der Personenkontrolle könnten für lange Wartezeiten sorgen.

Endlich wieder in den Urlaub fahren – doch wie sicher ist Reisen in diesem Jahr?

Politische Unruhen in Osteuropa, Überschwemmungen in Südamerika, hohe Corona-Infektionszahlen weltweit. Nicht wenige Urlauberinnen und Urlauber sind verunsichert, ob sie in diesem Jahr entspannte und sichere Ferien verbringen können. Tatsächlich könnte 2022 ein unruhiges Jahr werden, prognostiziert der Reisefrühwarn- und Informationsspezialist A3M in seiner Prognose der Sicherheitstrends. Die Analystinnen und Analysten beobachten auf der einen Seite Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hurrikans oder Brände, zum anderen politische Unruhen, Großdemonstrationen oder weitere Ereignisse, die für Reisende zur Gefahr werden können.

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Eine „Ära der Pandemie“

Mit 2022 hat das dritte Pandemiejahr begonnen, in vielen Ländern klettern die Infektionszahlen wegen der Omikron-Variante wieder in die Höhe. Die Welt sei heute jedoch besser gegen die kommenden Herausforderungen gerüstet als noch vor einem Jahr, dank neuer Covid-Medikamente und Impfstoffen. Auch die WHO geht davon aus, dass die akute Phase der Pandemie bis Mitte 2022 überstanden sein könnte, wenn bis dahin 70 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sind.

Urlauberinnen und Urlauber müssten sich jedoch weiterhin auf Einreisebestimmungen und Testverpflichtungen einstellen, prognostiziert A3M. Bei neuen Virusvarianten oder hohen Inzidenzen würden Länder weiterhin mit Einreisesperren oder Quarantänezeiten reagieren.

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Mehr soziale Spannungen

Unruhen, politisch motivierte Gewalt und Kriminalität haben zugenommen, so A3M. Eine Studie des Internationalen Währungsfonds stelle außerdem einen Höhepunkt des Protestgeschehens 24 Monate nach Ausbruch einer Pandemie sowie ein mittelfristig erhöhtes Risiko für Unruhen und Antiregierungsproteste durch Ungleichheit und Arbeitslosigkeit fest. Damit könne 2022 den Krisenexperten zufolge ein unruhiges Jahr werden.

Wetter wird extremer

Hurrikan Ida, Tornados in mehreren US-Bundesstaaten und Überflutungen im Westen Deutschlands: Etliche Naturkatastrophen haben im Jahr 2021 schwere Spuren hinterlassen. „Stürme, Hochwasser, Waldbrände oder Erdbeben zerstörten nach vorläufigen Daten Werte in Höhe von 280 Milliarden Dollar“, bilanziert die Münchner Rück. Schätzungen der schweizerische Rückversicherer Swiss Re zufolge eines der teuersten Naturkatastrophenjahre aller Zeiten.

Die Prognose der Experten sieht düster aus: Langfristig könnten Wetterextreme weitere gewalttätige Konflikte und Fluchtbewegungen bedeuten, ganze Regionen könnten bis 2050 unbewohnbar werden. „Auch, wenn viele dieser Entwicklungen noch einige Jahrzehnte entfernt liegen mögen, sind klimawandelbedingte Wetterextreme schon jetzt ein wachsender Risikofaktor“, so das Unternehmen A3M.

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Auftrieb für den Terrorismus

2022 sei mit einem vermehrten Auftreten terroristischer Anschläge sowie extremistischer Gewalttaten zu rechnen, so A3M. Das Unternehmen begründet diese Prognose mit der zunehmenden Mobilisierung und Organisation extremistischer Gruppen in der Pandemie.

Die Krisenexperten blicken auch Richtung Afghanistan, wo 2021 der internationale Truppenabzug und die Machtübernahme der Taliban die Welt bewegten. Ein langfristiger Regierungserfolg könne zum Modell für islamistische Gruppierungen in Syrien, Jemen oder Westafrika werden. Hier hätten islamistische Aufstände in den letzten Jahren stark zugenommen.

RND/liz

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