Neuschnee lockt zahlreiche Wintersportler in die Mittelgebirge

Auf dem Masserberg im Thüringer Wald waren am Wochenende viele Skifahrerinnen und Skifahrer unterwegs.

Auf dem Masserberg im Thüringer Wald waren am Wochenende viele Skifahrerinnen und Skifahrer unterwegs.

Suhl/Masserberg. Der Wintereinbruch in zahlreichen Gegenden am Wochenende hat für Schneespaß in den Gebirgen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen gesorgt.

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Viele Familien waren etwa im Hellenthal und anderen verschneiten Teilen der Eifel anzutreffen. Bei bedecktem Himmel und Temperaturen von zwei bis drei Grad rutschten Kinder auf ihren Schlitten die Hänge hinab, einige von ihnen bauten Schneemänner. Während in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens Spaziergänge durch die Natur häufig eine matschige Angelegenheit ganz ohne Weiß waren, konnten sich die Eifel-Besucherinnen und -Besucher über die dünne Schneedecke freuen.

dpatopbilder - 23.01.2022, Nordrhein-Westfalen, Hellenthal: Ein Schneemann steht im Skigebiet Weißer Stein. Neblig-trüb sind die Wetteraussichten für die kommende Woche in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. Es bleibt bei Temperaturen zwischen drei und acht Grad Celsius am Tag zumeist trocken, vereinzelt kann aber auch Sprühregen fallen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

dpatopbilder - 23.01.2022, Nordrhein-Westfalen, Hellenthal: Ein Schneemann steht im Skigebiet Weißer Stein. Neblig-trüb sind die Wetteraussichten für die kommende Woche in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. Es bleibt bei Temperaturen zwischen drei und acht Grad Celsius am Tag zumeist trocken, vereinzelt kann aber auch Sprühregen fallen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Thüringer Wald: Winterspaß mit halbem Meter Schnee

Mehr Schnee gab es am Wochenende im Thüringer Wald. Bei bis zu knapp einem halben Meter Schneehöhe waren die Wintersportbetriebe und gastronomische Angebote gut gefragt gewesen. „Entlang des Rennsteigs war überall viel los“, sagte Stefan Ebert vom Regionalverbund Thüringer Wald.

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Trotz leichten Nieselregens sei auch das vorletzte Januar-Wochenende ein „super Winter-Wochenende“ gewesen. Am vorherigen Samstag und Sonntag sei es ohne Tröpfeln und Nebel „fast ein bisschen zu viel“ gewesen. Ebert rechnete noch bis Mitte Februar, also bis Ende der Winterferien, mit einer Winterspaß-Garantie.

Im Schneeareal Siegmundsburg lagen den Angaben zufolge im Tal rund 30 Zentimeter Pulverschnee. „Wir haben viel Zulauf“, hieß es auch von der dortigen Snowtube-Anlage. Da viele Gastronomen in der Region wegen Corona die Türen geschlossen ließen, nutzen die Gäste auch intensiv das Kiosk-Angebot an der Anlage.

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Außer dem Tube-Lift waren nach Verbundangaben auch fast alle Skilifte in der Region geöffnet und knapp 900 Kilometer Loipen gespurt. Wer sich nicht auf Skier oder Snowtube wagte, konnte die den Schnee zudem auf einem der 31 präparierten Rodelhänge oder den 54 Winterwanderwegen genießen. So zog das Winterwetter etwa in Masserberg zahlreiche schneebegeisterte Langläuferinnen und Langläufer sowie Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in die verschneite Natur.

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Lange Wartezeiten im Erzgebirge in Sachsen

In Sachsen hat das Winterwetter im Gebirge viele Menschen zu einem Ausflug mit Ski, Schlitten oder Snowboard gelockt. So waren die Hänge in Altenberg am Sonntag dicht bevölkert und gab es Wartezeiten am Lift. Am Fichtelberg - Sachsens größtem alpinen Skigebiet - zeigten Webcams ebenfalls viele Skifahrerinnen und Skifahrer auf den Hängen. Lange Wartezeiten an der 2G-Kontrolle sorgten dort aber bei manchem Wintersportler und mancher Wintersportlerin für Unmut.

Der Fichtelberg bei Oberwiesenthal ist die höchste Erhebung des Erzgebirges. Am 15. Januar 2022 wurde erstmals seit zwei Jahren die Skisaison eröffnet. Die Lifte durften mit 2G Massnahmen öffnen. Im Fichtelberghaus befindet sich ein Hotel und ein Restaurant. *** The Fichtelberg near Oberwiesenthal is the highest elevation in the Ore Mountains On January 15, 2022, the ski season opened for the first time in two years The lifts were allowed to open with 2G measures In the Fichtelberghaus there is a hotel and a restaurant

Der Fichtelberg bei Oberwiesenthal ist die höchste Erhebung des Erzgebirges. Am 15. Januar 2022 wurde erstmals seit zwei Jahren die Skisaison eröffnet. Die Lifte durften mit 2G Massnahmen öffnen. Im Fichtelberghaus befindet sich ein Hotel und ein Restaurant. *** The Fichtelberg near Oberwiesenthal is the highest elevation in the Ore Mountains On January 15, 2022, the ski season opened for the first time in two years The lifts were allowed to open with 2G measures In the Fichtelberghaus there is a hotel and a restaurant

Sachsens Skigebiete dürfen wegen der Corona-Pandemie derzeit nur für Geimpfte und Genesene (2G) öffnen. In Oberwiesenthal wird dies über eine Bändchen-Lösung vor Kauf des Skipasses geregelt. Nach langer Corona-Zwangspause drehen sich die Lifte im Freistaat erst seit Mitte des Monats wieder.

Zum Start ins Wochenende waren weite Teile des Erzgebirges und Vogtlandes frisch mit Neuschnee eingedeckt worden. Luftmassen aus Nordwest hätten es in der Nacht zu Samstag vor allem in den Kammlagen des Erzgebirges schneien lassen, sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. In Regionen ab 600 Metern habe es vielerorts um die 10 Zentimeter Neuschnee gegeben.

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Auch Langläufer kamen am Wochenende im Gebirge vielerorts auf ihre Kosten und konnten in den Loipen die Winterlandschaft genießen. Die waren nicht nur im Erzgebirge und im Vogtland gespurt, sondern auch im Zittauer Gebirge, wie die Tourist-Information in Großschönau auf Anfrage informierte. Für den Liftbetrieb habe der Schnee dort aber noch nicht gereicht.

Schmuddelwetter im Harz hält Tagesgäste nicht ab

Im Harz hingegen war eher Tau- und Schmuddelwetter angesagt, dennoch machten sich zahlreiche Tagesgäste auf die Reise. „Wir sind voll“, sagte Fabian Brockschmidt, der Betriebsleiter der Wurmbergseilbahn, am Sonntag. Rodlerinnen, Rodler sowie Skiläuferinnen und Skiläufer wollten „alle gerne auf den Wurmberg“. Der Großparkplatz an der Talstation sei überfüllt, etwa 2000 Skiläuferinnen und Skiläufer seien im Skigebiet. „Wir sind zufrieden“, betonte Brockschmidt.

Schwieriger sei es in Schierke, sagte eine Sprecherin der dortigen Tourist-Information. Rodeln sei am Fuß des Brockens nicht möglich, die Loipen seien nicht gespurt: „Der Schnee lässt noch etwas auf sich warten.“ Anders sei dies auf dem Brocken, dort herrschte laut Deutschem Wetterdienst auch leichter Frost. Viele Menschen gingen trotz schlechten Wetters, Nebels und schlechter Sicht hoch auf den Brocken.

22.01.2022, Sachsen-Anhalt, Schierke: Touristen gehen im Nebel im Nationalpark Harz wandern. Ein Wetterumschwung brachte in der Nacht zum Samstag Tauwetter mit sich und verwandelte den Schnee unterhalb von 900 Meter in Matsch. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

22.01.2022, Sachsen-Anhalt, Schierke: Touristen gehen im Nebel im Nationalpark Harz wandern. Ein Wetterumschwung brachte in der Nacht zum Samstag Tauwetter mit sich und verwandelte den Schnee unterhalb von 900 Meter in Matsch. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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In Sankt Andreasberg herrsche sogar „dolles Tauwetter“, sagte eine Sprecherin. Auf den Rodelbahnen und Loipen gebe es braune, matschige Stellen, dennoch seien einige Gäste auf dem Rodelhang. Am Sonnenberg gebe es dagegen gespurte Loipen, dort könne Ski gelaufen werden.

Im Oberharz sieht es nach Angaben der Polizei Wernigerode schlecht aus mit Schnee, Wintersport sei kaum möglich. Die Verkehrslage sei ruhig. Das bestätigte auch die Polizei Goslar, größere Verkehrsprobleme gebe es nicht, alles sei ruhig - ein „normales Winterwochenende“.

Die Meteorologen machten für die kommende Woche kaum Hoffnung auf knackig kaltes Winterwetter oder gar Neuschnee im Harz: Es sei kein Schneefall zu erwarten, sagte ein Sprecher. Stattdessen herrsche leichtes Tauwetter. Ein Hoch über Nordfrankreich führt demnach milde und feuchte Luft nach Niedersachsen. Am Montag sollen die Temperaturen auf sechs Grad steigen.

RND/dpa/msk

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