Viele Ausflügler und Skifahrende in Bayern, Harz und Erzgebirge unterwegs

Glitzernder Schnee und Strahlender Sonnenschein in Bayerns Wintersportorten. Das lockt viele Ausflügler.

Glitzernder Schnee und Strahlender Sonnenschein in Bayerns Wintersportorten. Das lockt viele Ausflügler.

München. Strahlender Sonnenschein hat viele Ausflügler und Skifahrende in Bayern am Samstag in die Berge gelockt. „Das Wetter ist schön, jeder will irgendwohin“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Entsprechend voll waren die Autobahnen in Richtung Süden.

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Auch viele Parkplätze in beliebten Skigebieten waren überfüllt, etwa am Spitzingsee. Auf einer Länge von 25 Kilometern staute sich der Verkehr auf der Autobahn 8 zwischen dem Autobahnkreuz München Süd und Irschenberg. Der Grund: zu hohe Verkehrsbelastung und Bauarbeiten bei Holzkirchen.

Wer es auf den Berg geschafft hatte, den erwarteten allerdings traumhafte Bedingungen. Auch für Sonntag kündigten die Meteorologen in Bayern viel Sonnenschein und strahlend blauen Himmel an. Die Temperaturen sollten dabei zwischen minus vier Grad in den östlichen Mittelgebirgen und milden zwölf Grad im Alpenvorland liegen.

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Andrang im Erzgebirge zum Winterferienauftakt in Sachsen

Zum Winterferienauftakt kam es in Sachsen zu einem hohen Andrang im Erzgebirge. An der mit 1215 Meter höchsten Erhebung im Freistaat, dem Fichtelberg, herrschte reger Andrang. Die Unterkünfte sind nahezu ausgebucht, hieß es aus der Gästeinformation des Kurorts Oberwiesenthal am Fuße des Berges. „Die Pisten sind präpariert, die Loipen gespurt und auch die Rodelstrecke im Top-Zustand“, berichtete der Chef der Fichtelberg Schwebebahn, René Lötzsch.

„Die Sachsen fallen ein.“ Wie er hofft auch der Ort am Fuße der mit 1215 Metern höchsten Erhebung im Freistaat auf eine lohnende Restsaison bis Ende März. Auch in Altenberg weiter östlich bevölkerten Skifahrer, Snowboarder und Rodler Piste und Loipen. „Bei uns ist viel los, neben Tagesgästen sind auch Urlauber da“, hieß es aus der Talstation.

Im Erzgebirge kam es zu einem Andrang zum Winterferienauftakt in Sachsen.

Im Erzgebirge kam es zu einem Andrang zum Winterferienauftakt in Sachsen.

Es bleibe weiter winterlich in den Bergen, während es im Tiefland schon frühlingshaft sei, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Allerdings könne es hin und wieder Störungen geben mit Niederschlägen und Wind bei Frost auch tagsüber. Hin und wieder gingen die Temperaturen auch leicht in den Plusbereich. Am Sonntag aber sorgt Hoch „Ingo“ nochmal für Bilderbuchwetter. „In den nächsten Tagen ist dann eine Milderung zu erwarten, mit Plusgraden auch in Hochlagen“, sagte der Meteorologe. Tauwetter bedeute das aber nicht, da es trocken bleibe. Nur die Schneequalität leide etwas, er werde weich und ein bisschen harsch. „In der Nacht zum Mittwoch gibt es eine Auffrischung - fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee.“

Harz: Winterwetter mit viel Schnee lockt viele Menschen an

Auch in den Harz zog es viele Menschen. Wegen des hohen Andrangs waren viele Parkplätze im Oberharz bereits ab dem Samstagmittag ausgelastet. „Alle Parkplätze rund um die B4 sind vollends ausgeschöpft“, sagte eine Polizeisprecherin in Clausthal-Zellerfeld im Landkreis Goslar. Auf der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg und Nordhausen vor Torfhaus staute sich der Autoverkehr. Wenn möglich sollten Ausflügler auf andere Orte im Harz ausweichen, sagte die Polizeisprecherin. „Schnee liegt überall.“

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Da auch extra eingerichtete Parkflächen überfüllt waren, parkten viele Autos unerlaubt an Seitenstreifen. Beamte seien im Einsatz, um Rettungswege freizuhalten, sagte die Sprecherin. Es seien bereits Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, hieß es.

Auf dem Wurmberg lagen am Samstag rund 50 Zentimeter Schnee, wie die Wurmbergseilbahn auf ihrer Internetseite mitteilte. Auf den Pisten wurden demnach 40 Zentimeter gemessen, im Tal 20 Zentimeter Schnee. Bei Temperaturen um null Grad, blauem Himmel und Sonnenschein zog es am Samstag viele Familien mit Kindern in die weiße Winterpracht. Von Torhaus aus gab es einen klaren Blick auf den Brocken.

Auch Thüringer Wald in den Winterferien gut besucht

Auch die Wintersportorte im Thüringer Wald locken viele Skifahrende, Touristinnen und Touristen. So verzeichnen sie in den Winterferien trotz Corona-Pandemie keine allzu schlechte Auslastung von Hotels oder Ferienwohnungen. In den von Aktivurlaubern und Familien gefragten naturnahen Unterkünften sei die Buchungslage nach Einschätzung vieler Thüringer Gastgeber zufriedenstellend, sagte eine Sprecherin der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) auf Anfrage. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen gingen allerdings teilweise sehr kurzfristig Stornierungen ein. Das wiederum erhöhe die Buchungschancen für Kurzentschlossene.

Menschen laufen am Rennsteig durch den frisch gefallenen Schnee. Foto: Michael Reichel/dpa

Menschen laufen am Rennsteig durch den frisch gefallenen Schnee. Foto: Michael Reichel/dpa

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Im Thüringer Wald sind die Schneeverhältnisse aktuell sehr gut, was vor allem Hobbywintersportler lockt. „Nachfrage und Buchungslage sind sehr gut, der Ort ist voll“, sagte Juliane Arndt, Geschäftsführerin der Tourismus Oberhof GmbH, der Deutschen Presse-Agentur. Thüringens bekanntester Wintersportort verfügt über 3200 Gästebetten in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Arndt zufolge ist der komplette Februar gut gebucht, zudem tummeln sich viele Tagesausflügler in dem Ort. Die Gäste können sich nach dem Schneeausflug auch wieder in der Oberhofer Therme aufwärmen, die nach wochenlanger pandemiebedingter Schließung wieder geöffnet ist.

In Masserberg und den umliegenden Orten Heubach und Schnett mit insgesamt rund 1300 Gästebetten sind nach Einschätzung der dortigen Tourist-Information vor allem die Hotels gut ausgelastet. Auch hier könnten sich nach Angaben einer Sprecherin aber noch kurzfristige Nachfragen lohnen.

RND/dpa

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