Umfrage im Reisevertrieb

Krieg in der Ukraine bremst offenbar die Reiselust der Deutschen

Der zivile Flugverkehr in und aus der Ukraine steht still. Interkontinentale Verbindungen sind von der Luftraumsperrung bisher aber kaum betroffen.

Eine Anzeigetafel an einem Flughafen.

Bis vor zwei Wochen standen alle Zeichen für das Reisejahr 2022 auf Erholung. Doch Putins Angriffskrieg in der Ukraine wirft einen Schatten auf den Urlaubssommer. In einer aktuellen Umfrage des Medienunternehmens Counter vor9 unter Mitarbeitenden im Reisevertrieb gaben 49 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, die Buchungen seien seit Kriegsbeginn eingebrochen.

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Weitere 46 Prozent der rund 500 befragten Reiseprofis sprachen von leichten Rückgängen. Nur 6 Prozent der Befragten verzeichneten dagegen weiterhin einen Anstieg bei den Buchungen.

Buchungsrückgänge von bis zu 85 Prozent

Vertreterinnen und Vertreter von Reisebüros schätzen die aktuelle Lage offenbar durchaus unterschiedlich ein. Einige Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer berichten demnach, die Buchungen seien um bis zu 85 Prozent zurückgegangen.

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Einige Kundinnen und Kunden seien angesichts der aktuellen Entwicklungen verunsichert und würden geplante Reisen zu allen möglichen Zielen stornieren.

Auswirkungen sind laut Reiseverband noch nicht eindeutig erkennbar

Der Deutsche Reiseverband (DRV) verzeichnet mit Blick auf die gesamte deutsche Reisewirtschaft dagegen nur einen leichten Rückgang der Buchungen – „woran das liegt, wissen wir aber nicht“, sagt DRV-Sprecherin Kerstin Heinen gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine tatsächlich auf die Reisewirtschaft hat, sei noch nicht erkennbar.

Stattdessen sei auch in der Vergangenheit die Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach den buchungsstarken Wochen zum Jahresbeginn leicht gesunken. „Das Volumen der Buchungen pro Woche liegt aber weiterhin über dem von 2019″, so Kerstin Heinen.

Ostseekreuzfahrten wohl besonders betroffen

Bei den einzelnen Reiseunternehmen zeige sich ein unterschiedliches Bild. Buchungsrückgänge verzeichnen laut DRV vor allem Veranstalter, die in den vergangenen Jahren beispielsweise Reisen nach Russland angeboten haben.

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Auch in der Umfrage von Counter vor9 berichten Reiseverkäuferinnen und Reiseverkäufer von gezielten Buchungsrückgängen vor allem bei Ostseekreuzfahrten. Bei diesen Reisen sei die russische Stadt St. Petersburg stets ein wichtiges Reiseziel gewesen. Diese wird nun jedoch nicht mehr angelaufen.

RND/lzi

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