Ex-Leichtathlet hofft auf „Lebenszeit“

Tim Lobinger ist wieder an Krebs erkrankt: „Ich bin ein Kämpfer“

Tim Lobinger bei einem Talkshowbesuch im Jahr 2018.

Tim Lobinger bei einem Talkshowbesuch im Jahr 2018.

Der frühere Stabhochspringer Tim Lobinger ist erneut an Krebs erkrankt. Das berichtete der 49-Jährige in einem Interview mit dem Magazin „Bunte“. Sein Wunsch sei „Lebenszeit“, sagte der ehemalige Welt­klasse­leicht­athlet, bei dem vor fünf Jahren eine besonders aggressive Form der Leukämie diagnostiziert worden war.

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Bereits 2020 habe er sich wieder einer Therapie unterziehen müssen und habe zusätzlich Bestrahlungen erhalten, sagte Lobinger der Zeitschrift. „Im Januar 2021 gab es einen Schub. Da fingen die Schmerzen an, stärker zu werden.“ Seit einer Strahlentherapie im vergangenen Oktober seien Teile seines Rumpfes taub. „Die Ärzte sagten mir, dass ich doch noch Glück hätte, immerhin könnte ich meinen Rollstuhl mit meinen Händen noch selbst bewegen! Tage später bin ich vor Schmerzen und Kontroll­verlust in den Beinen zu Hause nicht mehr die Treppe hochgekommen“, so Lobinger. „Das war unglaublich, in welchem Tempo ich abgebaut habe.“

„Wenn meine Chance nur ein Prozent ist, ergreife ich sie“

Zuletzt habe er im Universitäts­klinikum in Würzburg eine sogenannte CAR-T-Zell­therapie bekommen, auf die sein Körper erst mit Verspätung reagierte. „Das ist ein Wunder! Man stelle sich das mal vor: Vor einer Woche sagten die Ärzte: ‚Verabschieden Sie sich von allen.‘ Und eine Woche später: ‚Das ist jetzt das wünschens­werteste Ergebnis.‘ Diese emotionale Achter­bahn­fahrt konnte ich nur schwer verarbeiten.“

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Aufgeben sei für Lobinger keine Option: „Mein kleiner Sohn wird dieses Jahr eingeschult, meine Tochter heiratet im Sommer. Wenn du das vor Augen hast und weißt, du erlebst es wahrscheinlich nicht mehr, das ist fürchterlich.“ Er werde weiter gegen den Krebs kämpfen: „Wenn ich mich jetzt noch einmal zwei, drei Jahre schleppe, gibt es da mit Sicherheit wieder eine andere Therapie­möglichkeit, die mir helfen kann. Und wenn meine Chance nur ein Prozent ist, ergreife ich sie. Ich bin ein Kämpfer, für mich, meine Familie und meine Freunde.“

Lobinger hatte im Mai 2017 erstmals öffentlich über seine Erkrankung gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits fünf Chemo­therapien und eine Stamm­zellen­trans­plantation hinter ihm. Im April 2019 verkündete er dann, dass er krebsfrei sei.

RND/seb

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