Schwer verletzter Schriftsteller

Salman Rushdie spricht nach Messerangriff erstmals mit Ermittlern

Der Schriftsteller Salman Rushdie wurde am Freitag bei einer Lesung in New York angegriffen.

Der Schriftsteller Salman Rushdie wurde am Freitag bei einer Lesung in New York angegriffen.

Chautauqua. Nach dem Angriff auf Salman Rushdie hat der Schriftsteller einem Bericht zufolge mit Ermittlern über die Tat gesprochen. Der Autor sei am Montag im Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen und habe Fragen der Beamten beantwortet, berichtete der TV-Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf Polizeikreise. Es sei jedoch zunächst unklar gewesen, was der 75-Jährige genau gesagt habe. Anfragen bei der Polizei für eine Bestätigung der Informationen blieben zunächst unbeantwortet.

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Der britisch-indische Autor war am Freitag bei einer Veranstaltung im Westen des US-Bundesstaats New York von einem Mann angegriffen worden und wird seitdem in einem Krankenhaus wegen schwerer Stichwunden behandelt. Ein 24-Jähriger wurde festgenommen und wegen versuchten Mordes angeklagt. Rushdie wird wegen seiner Bücher seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt, zu dem Angriff hat die Polizei aber noch kein Tatmotiv bestätigt.

Die Bluttat hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Rushdie war vor mehr als 30 Jahren per Fatwa zum Tode verurteilt worden. Wegen seines Werks „Die satanischen Verse“ („Satanic Verses“) aus dem Jahr 1988 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini das religiöse Rechtsdokument veröffentlicht, das zur Tötung des Autors aufforderte.

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Nach Messer-Attacke auf Salman Rushdie: Autor auf dem Weg der Besserung

Einer von Rushdies Söhnen twitterte am Sonntag, sein Vater sei in der Lage, ein paar Worte zu sprechen.

Scholz und Faeser verurteilten die Tat

Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser (beide SPD) hatten den iranischen Staat für den Anschlag mitverantwortlich gemacht und die Tat verurteilt. „Was für eine abscheuliche Tat!“, schrieb der Kanzler am Samstag bei Twitter. Er wünschte dem Autor viel Kraft für die Genesung. „Die Welt braucht Menschen wie Sie, die sich vom Hass nicht einschüchtern lassen und furchtlos für die Meinungsfreiheit eintreten.“

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Faeser bezeichnete den Anschlag als „furchtbares Verbrechen“. „Für diese schreckliche Bluttat tragen auch die Verantwortung, die Salman Rushdie seit Jahrzehnten verfolgt und mit dem Tod bedroht haben“, sagte sie. Rushdie sei ein „großer, mutiger Kämpfer für die Freiheit des Wortes und die Freiheit der Kunst“. Er habe sich nie einschüchtern lassen.

RND/dpa

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