Transporte verzögern sich

Uran-Lieferung aus Russland: Atomgegner fordern Sanktionen gegen Rosatom

Blick auf das Kernkraftwerk Emsland (KKE) im niedersächsischen Lingen mit seinem Kühlturm.

Blick auf das Kernkraftwerk Emsland (KKE) im niedersächsischen Lingen mit seinem Kühlturm.

Lingen. Atomkraftgegner haben vor der Brennelementefabrik in Lingen im Emsland gegen einen erwarteten Uran-Transport aus Russland protestiert. Die Vertreter von Umweltgruppen forderten den „sofortigen Stopp der Atomgeschäfte mit Russland“.

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Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte aktuelle Transporte von Russland in die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen am Donnerstag bestätigt. Grundlage seien Genehmigungen aus dem Jahr 2021, sagte ein BASE-Sprecher. Zu Einzelheiten machte er aus Sicherheitsgründen keine Angaben.

„Rosatom muss sanktioniert werden“

Nach Angaben des Bündnisses Atomkraftgegner_innen im Emsland (AgiEL) hat das russische Schiff mit angereichertem Uranhexafluorid doch nicht am Sonntag den Hafen von Rotterdam (Niederlande) angelaufen, es sei nun nach Frankreich unterwegs. Daher werde zumindest an diesem Montag kein Uran-Transport aus Russland in Lingen erwartet, sagte Alexander Vent, ein Sprecher des Bündnisses am Morgen.

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Unter den rund 15 Demonstranten war auch der russische Umweltschützer Wladimir Sliwjak, Träger des Alternativen Nobelpreises. Er forderte, die Kooperation mit dem „russischen Regime“ zu stoppen und Rosatom zu sanktionieren. „Rosatom hat eine aktive Aufgabe im Ukraine-Krieg: die Koordination der russischen Truppen bei der Besetzung von Atomkraftwerken – ganz konkret in Saporischschja“, sagte Sliwjak laut Mitteilung. „Rosatom muss deshalb sanktioniert werden als fossiler und militärischer russischer Atomkonzern.“

In Lingen werden Brennelemente für die nukleare Stromerzeugung in Europa hergestellt. Die Fabrik gehört dem französischen Unternehmen Framatome. Sie beliefert unter anderem Atomkraftwerke in Belgien, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Spanien, Schweden und Finnland.

RND/dpa

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