Ukraine-Konflikt

US-Regierung spricht von „Invasion“ Russlands

US-Präsident Joe Biden.

US-Präsident Joe Biden.

Washington. Die US-Regierung spricht im Konflikt um die Ukraine mittlerweile von einer Invasion Russlands. Grund für die Einstufung sei das Geschehen am Boden, wobei russische Truppenverlagerungen beobachtet worden seien, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Präsident Joe Biden hatte zuvor immer wieder betont, dass eine Invasion für die USA eine rote Linie wäre, bei deren Überschreitung es harte Sanktionen gegen würde.

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„Eine Invasion ist eine Invasion und das ist, was gerade passiert“, sagte auch der stellvertretende nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Jon Finer.

Am Dienstag kursierten bereits mehrere europäische Berichte, wonach russische Soldaten in die Ostukraine vorgerückt seien. Es gab aber auch Beobachter, die das Geschehen noch nicht als komplette Invasion einstuften.

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Am Montag hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Unabhängigkeit der selbst ernannten Republiken der prorussischen Separatisten in der Ostukraine anerkannt und Truppen zum „Friedenserhalt“ dorthin entsandt. Der Kreml gab an, dass die von ihm anerkannten Gebiete auch Gegenden umfassten, die unter Kontrolle der ukrainischen Regierungstruppen stehen. Dazu gehört auch die wichtige Hafenstadt Mariupol.

EU-Außenbeauftragter noch zurückhaltend

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte in Paris, Soldaten aus Russland seien in den Donbass gezogen. Damit bezog er sich auf die Gegend der beiden Separatistengebiete. „Wir betrachten den Donbass als Teil der Ukraine.“ Borrell teilte aber mit, dass er das Vorrücken der Soldaten noch nicht als eine vollständige Invasion sehen würde.

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid ging wie die USA von einer Invasion aus. „Die Invasion der Ukraine hat begonnen“, sagte Javid dem Sender Sky News.

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Die russische Regierung hat noch nicht bestätigt, dass Soldaten in der Separatistenregion in der Ostukraine stationiert worden seien. Ob es dazu komme, hänge von der Sicherheitslage ab, teilte der Kreml mit. Ein Mitglied der Lokalregierung in Donezk, Wladislaw Brig, sagte zu Reportern, russische Soldaten seien bereits dort angekommen. Aber ranghöhere Vertreter der Separatisten bestätigten das nicht.

Im Konflikt in der Ostukraine sind seit 2014 mehr als 14.000 Menschen getötet worden. Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten haben Russland vorgeworfen, bereits seit Jahren mit eigenen Soldaten an den Kämpfen beteiligt zu sein. Die russische Regierung hat das bestritten.

RND/AP

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