Erhoffte Abschreckung bleibt aus

Trotz Ruanda-Pakt: Über 3000 Migranten überqueren Ärmelkanal im Juni

Im Juni kamen so viele Flüchtlinge über den Ärmelkanal nach Großbritannien wie in keinem anderen Monat in diesem Jahr.

Dover. Trotz der neuen britischen Asylpolitik sind im vergangenen Monat mehr als 3000 Menschen illegal in kleinen Booten über den Ärmelkanal nach Großbritannien eingereist. Wie die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag unter Berufung auf offizielle Zahlen meldete, lag die Zahl der Bootsmigranten mit 3136 im Juni so hoch wie in keinem anderem Monat im laufenden Jahr. Insgesamt kamen in diesem Jahr bereits etwa 12.700 Menschen in kleinen Booten nach Großbritannien - mehr als doppelt so viele als im Vorjahreszeitraum.

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Die von der Regierung in London erhoffte Abschreckung durch einen Asyl-Pakt mit Ruanda dürfte damit bisher kaum Wirkung gezeigt haben. Die im April geschlossene Vereinbarung mit dem ostafrikanischen Land sieht vor, dass illegal nach Großbritannien eingereisten Menschen der Zugang zu einem Asylverfahren versagt wird. Stattdessen sollen die Migranten - gleich welcher Nationalität - nach Ruanda geschickt werden und dort Asyl beantragen. Eine Rückkehr ist nicht vorgesehen. Einen ersten Flug mit Asylsuchenden hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Mitte Juni aber per einstweiliger Verfügung gestoppt.

RND/dpa

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