Hitze und Hochwasser

Wie Umweltministerin Lemke Deutschland auf Klimawandelschäden vorbereiten will

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei ihrer Bundestagsrede zum Haushalt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei ihrer Bundestagsrede zum Haushalt.

Berlin. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat am Donnerstag ein Sofortprogramm für die deutsche Klimaanpassungsstrategie vorgestellt. Darin sind mehrere Maßnahmen skizziert, die Deutschland auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten sollen.

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„Die Notwendigkeit zu Anpassung und Vorsorge wird sich künftig mit jedem Zehntelgrad Erderhitzung weiter verschärfen“, sagte Lemke am Donnerstag in einer Mitteilung. „Klimaschutz ist daher dringend geboten, Klimaanpassung und Risikovorsorge sind zu einer ebenso großen Verantwortung der Politik geworden.“

Anpassungsmanager in den Kommunen

Das Umweltministerium will laut der Nachrichtenagentur dpa bis 2026 zusätzliche 60 Millionen Euro in die Hand nehmen, um Städte und Gemeinden für die Extremwettereignisse der Zukunft zu rüsten. Lemke will eine bessere Klimavorsorge durch sogenannte Anpassungsmanager in den Kommunen vorantreiben. Sie sollen speziell damit beauftragt werden, Vorsorgekonzepte zu erstellen und umzusetzen.

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Der Plan ist wohl auch, zunächst ein Bewusstsein für Klimaanpassung zu schaffen. Nach den Fluten im Südwesten Deutschlands im vergangenen Jahr war offensichtlich, dass das Thema in vielen Kommunen noch nicht auf der Agenda stand. Manche Regionen waren überhaupt nicht auf die durch Starkregen schnell anschwellenden Flüsse und Bäche vorbereitet. Das Bewusstsein für Klimawandelfolgen soll auch durch Veranstaltungen in strukturschwachen Regionen gestärkt werden.

Zudem wird nach Angaben des Ministeriums die Klimaanpassungsförderung für soziale Anpassung dauerhaft fortgeführt. Dabei werden etwa Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Kindergärten vor den Klimawandelfolgen geschützt. Unter dem Programm, das zunächst bis 2023 geplant und mit 150 Millionen Euro ausgestattet worden war, sollen auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Besonders der Schutz wegen häufiger werdenden Hitzewellen steht im Fokus. So sollen Kommunen beraten werden, wie genau Hitzeaktionspläne entwickelt und umgesetzt werden können. Das Ziel: Die Pläne sollen flächendeckend eingesetzt werden. Auch Teil des Maßnahmenpakets sind Tipps für die Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich vor Überhitzung schützen können. Das betrifft besonders Rentnerinnen und Rentner.

Die Ampelkoalition plant des Weiteren ein Gesetz zur Klimaanpassung. Es soll neben dem bereits existierenden Bundesklimaschutzgesetz einen rechtlichen Rahmen für messbare Ziele bei der Klimaanpassung schaffen.

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