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Männer und Frauen unter 40 zugelassen

Um neue Soldaten zu rekrutieren: Russland streicht Altersgrenze für Armeeeintritt

Ein russischer Soldat patrouilliert im Wasserkraftwerk Kachowka, einem Laufwasserkraftwerk am Dnjepr. (Archivbild)

Moskau. Das russische Parlament hat die Altersgrenze für den Eintritt von Soldaten in das Militär aufgehoben. Das Unterhaus verabschiedete den Entwurf am Mittwoch nach drei Lesungen, so dass jetzt auch Männer und Frauen über 40 Jahren ihren ersten freiwilligen Militärdienst leisten können – bis zum Ende des Erwerbsalters. Mit diesem Schritt haben die Streitkräfte nun die Möglichkeit, mehr Menschen für den Militärdienst zu rekrutieren.

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Der Mitinitiator der Änderung und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Andrej Kartapolow, sagte, die Maßnahme werde die Einstellung von Menschen mit gefragten Spezialisierungen erleichtern. In einer Beschreibung des Gesetzentwurfs auf der Website des Parlaments hieß es, ältere Rekruten könnten für die Bedienung von Präzisionswaffen oder für den Dienst in technischen oder medizinischen Bereichen geeignet sein.

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In der Begründung des Duma-Antrags heißt es: „Für den Einsatz von hochpräzisen Waffen sowie den Betrieb von Waffen und militärischer Ausrüstung werden hoch­professionelle Spezialisten benötigt. Erfahrungsgemäß besteht die Spezialisierung im Alter von 40 bis 45 Jahren.“ Experten wie Oberst Markus Reisner vom Österreichischem Bundesheer sehen darin eine verdeckte Mobilisierung neuer Soldaten für den stockenden Krieg gegen die Ukraine. „Russland ist auf weitere Soldaten in der Ukraine angewiesen, sodass eine Mobilmachung fortlaufend stattfindet“, sagt der Militärexperte im Gespräch mit dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND).

Die russischen Behörden haben erklärt, dass nur Freiwillige zum Kampf in die Ukraine geschickt würden. Sie räumten allerdings ein, dass einige Wehrpflichtige in der Anfangsphase des Krieges in die Kämpfe hineingezogen worden seien. Dies sei ein Versehen gewesen.

Alle russischen Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren müssen eine einjährige Wehrpflicht ableisten. Viele entgehen der Einberufung, weil sie ein Studium aufnehmen oder andere Ausnahmeregelungen nutzen.

RND/AP/scs

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