Ehefrau von Kiews Bürgermeister

Natalia Klitschko in der „NDR Talk Show“: „Unsere Männer sind Krieger“

Vitali Klitschko und seine Ehefrau Natalia Klitschko 2015 in Kiew.

Hamburg. In einem emotionalen Fernsehauftritt hat die ukrainischstämmige Sängerin Natalia Klitschko den Deutschen für ihre Hilfsbereitschaft für die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten gedankt. Die Frau des Kiewer Bürgermeisters und früheren Boxchampions Vitali Klitschko zeigte sich auch beeindruckt, wie viele Menschen in Deutschland für Frieden in der Ukraine auf die Straße gehen.

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Auch sie selber hat am Donnerstag in Hamburg demonstriert. „Dieser Krieg ist nicht nur eine Gefahr für die Ukraine“, sagte Natalia Klitschko in der „NDR Talk Show“, „er ist eine Gefahr für die ganze Welt.“ Den russischen Präsidenten Putin bezeichnete sie als „Psychopathen“, der „auf den Knopf drücken“ könnte: „Dann wird die Erde nicht mehr existieren.“

Klitschko rief die russischen Frauen dazu auf, ebenfalls gegen den Krieg aufzustehen. „Nicht für uns, für die Ukraine, aber um ihre Söhne zu schützen.“ Vor Kurzem hatte sie bereits auf Instagram geschrieben: „Es ist Zeit für die Frauen, zusammenzustehen und so laut wir können zu rufen: Wir wollen keinen Krieg! Wir wollen nicht den Tod unserer Kinder, Ehemänner, Brüder und Väter!“

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Im NDR sagte sie nun: „Das russische Volk hat keinen Mut. Sie sagen, wir können nicht auf die Straße gehen, wir werden verhaftet. Aber wenn ihr alle auf die Straße geht, das ganze Land, wird nicht genug Platz in den Gefängnissen sein.“

Mit ihrem Mann Vitali und ihrer Mutter, die bei Kiew lebt, telefoniere sie jeden Tag. Alle seien guter Dinge trotz der Bombardements und der ständigen Gefahr. Die Ukraine könne in diesem Krieg bestehen, sagt Natalia Klitschko: „Ich glaube an mein Volk. Unsere Männer sind Krieger. Die russische Armee sind Terroristen.“

„Ein Horror“ sei das, was in Kiew passiere

Ihr Mann, Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko, hat im ARD-„Morgenmagazin“ Deutschland aufgefordert, im Krieg gegen Russland weiter eng an der Seite der Ukraine zu stehen. „Bleiben Sie bitte mit uns, weil wir kämpfen auch für deutsche Werte“, sagte er in einem Interview, das am Donnerstagnachmittag aufgezeichnet und am Freitag ausgestrahlt wurde. Grund für den Krieg sei, dass die Ukraine ein Teil der europäischen Familie sein wolle.

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Klitschko beschrieb, die aktuelle Herausforderung in Kiew sei die Versorgung der Bürger mit Wärme, Elektrizität und Wasser. Die Logistik sei zusammengebrochen. Zugleich gebe es Anschläge und russische Scharfschützen in der Stadt. „Ein Horror“, sagte Klitschko. Er habe nie gedacht, dass so etwas in seiner Stadt passieren könne.

Sein Bruder Wladimir Klitschko berichtete in dem Interview, tagsüber höre man in Kiew Geschosse, in der Nacht aber sei es richtig schlimm. „Der Krieg herrscht meistens in der Nacht“, sagte er. Klitschko wies darauf hin, wie nah Kiew an Deutschland liege. „Hier ist das Champions-League-Finale (2018) gewesen, wo viele Deutsche auch dabei waren.“ Die Welt müsse zusammenrücken und die Zusammenarbeit mit Russland stoppen, sonst werde es der Ukraine sehr schlecht ergehen.

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