Ex-Siemens-Chef Kaeser erntet Kritik und Spott für Läster-Tweet

Joe Kaeser stichelt auf Twitter gegen Bundestagsabgeordnete.

Joe Kaeser stichelt auf Twitter gegen Bundestagsabgeordnete.

Am Donnerstag beschwerte sich der ehemalige Siemens-Vorstandsvorsitzende über den Kurznachrichten Twitter über Bundestagsabgeordnete, die sich auf dem gemeinsamen Flug von Berlin nach München lautstark über das anstehende Wochenende gefreut sowie politische Interna ausgetauscht hätten. Kaeser identifizierte die Abgeordneten als CSU-Politiker sowie „einem von der FDP, der früher flache Kolumnen in Boulevardmagazinen geschrieben hat.“ Kaeser grübelte nach, ob die Einnahmen aus seiner Einkommenssteuer nicht sinnvoller investiert werden könnten als in das Gehalt der Politiker. Er schlug beispielsweise höhere Bezüge für Pflegekräfte oder Polizisten vor.

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Einige Twitter-Nutzer zeigten Verständnis, andere kritisierten Kaeser für den populistischen Stil – der FDP-Politiker fühlte sich angesprochen. Thomas Sattelberger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bildungsministerium und langjähriger Kolumnist des „Manager Magazins“, kommentierte Kaesers Tweet bissig: „Was flacher war, Ihre Verbeugung vor Trump und Putin oder meine Essays im Manager-Magazin, mögen andere beurteilen.“ Den Vorwurf, er habe Interna ausgetauscht, weist Sattelberger von sich. „Das mögen die CSUler gemacht haben, ich saß schweigend auf meinem Sitz“, tweetete Sattelberger. Kaeser war 2019 Teil einer deutschen Wirtschaftsdelegation, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin besuchte. Auch kurz nach der Annexion der Krim hatte Kaeser Moskau besucht.

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Kritik am Inlandsflug

Ein anderer Nutzer kritisierte, dass Kaeser für die Strecke von Berlin nach München das Flugzeug gewählt hatte, statt mit der Bahn zu fahren. Der aktuelle Aufsichtsrat Kaeser von Siemens Energy und der Daimler Truck Holding hatte sich im vergangenen Wahlkampf für die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ausgesprochen.

Anfang 2020 hatte Kaeser außerdem Luisa Neubauer einen Sitz im Siemens-Aufsichtsrat angeboten, als Fridays for Future den Konzern wegen des Baus eines Kohlebergwerks in Australien heftig kritisierten.

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Einige Nutzer antworteten jedoch auch mit Spott. Ein Nutzer kommentierte: „Keinen ICE mit sommertüchtiger Klimaanlage bauen können, aber Abgeordnete anpöbeln, das haben wir gerne.“ Moderator Micky Beisenherz witzelte: „Ich will Sie ja gar nicht länger dabei stören, sich in einem Inlandsflieger lustvoll ins Herz einer jungen Generation hinein zu woken, aber: was ist daran so schlimm, sich merklich übers Wochenende zu freuen?“

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RND/dre

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