Trump plant zweites Treffen mit Kim Jong Un Anfang 2019

US-Präsident Donald Trump (rechts) und Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, zu Beginn ihres Treffens auf der Insel Sentosa.

US-Präsident Donald Trump (rechts) und Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, zu Beginn ihres Treffens auf der Insel Sentosa.

Buenos Aires. US-Präsident Donald Trump hat sein zweites Treffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un für wahrscheinlich Januar oder Februar angekündigt. Beim Rückflug vom G20-Gipfel in Buenos Aires sagte er vor Journalisten, drei Orte seien dafür in Erwägung, nannte sie aber nicht. Auf die Frage, ob er Kim jemals in den USA empfangen würde, antworte Trump: „Irgendwann mal, ja.“

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Beim ersten und bislang einzigen Treffen zwischen Trump und Kim im Juni in Singapur hatte der Nordkoreaner seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt. Kim hat bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wann und wie das bestehende Atomwaffen- und Raketenarsenal seines Landes abgebaut werden soll. Unklar ist auch, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. Trump hatte vage Sicherheiten in Aussicht gestellt.

Nordkorea und Südkorea machten unterdessen dank einer kurzfristigen Aussetzung von UN-Sanktionen einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung ihrer Eisenbahnverbindungen. Südkorea schickte am Freitag einen Zug mit Eisenbahnexperten an Bord über die stark befestigte Grenze nach Nordkorea. Sie sollen in den nächsten knapp drei Wochen mit nordkoreanischen Fachleuten die Streckenbedingungen prüfen. Erstmals seit zehn Jahren rollte damit wieder ein südkoreanischer Zug in den abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel.

Fernziel sei, die Verkehrsanbindung an den eurasischen Kontinent und damit die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen, sagte Südkoreas Verkehrsministerin Kim Hyun Mee laut südkoreanischer TV-Sender vor Abfahrt des Zugs aus Dorasan in Richtung Norden. Ende 2008 hatte Nordkorea die Zugverbindung zum Süden weniger als ein Jahr nach ihrer Wiederherstellung wegen zunehmender Spannungen wieder unterbrochen.

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Geplanter Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation

Nach den schweren Spannungen im vergangenen Jahre aufgrund zahlreicher Atom- und Raketentests Nordkoreas nähern sich beide Staaten seit Beginn dieses Jahres wieder an. Zum geplanten Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation gehört auch die Wiederherstellung der Eisenbahnverbindungen und Straßen durch zwei Grenzkorridore.

Für die Streckenprüfung und den Transport von Ausrüstungen in den Norden war eine befristete Ausnahmeregelung des Sanktionskomitees des UN-Sicherheitsrats für Nordkorea erforderlich. Für die Inspektion wird der Zug nach Angaben Südkoreas 2600 Kilometer zurücklegen.

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Unterdessen beendeten Süd- und Nordkorea im Grenzgebiet die Arbeiten zur Beseitigung von Wachposten. Wie geplant seien zehn Posten auf jeder Seite der demilitarisierten Zone komplett abgerissen worden, berichtete der südkoreanische Sender Arirang unter Berufung auf Militärkreise. Bereits in den vergangenen Wochen hatten beide Länder Teile ihrer Truppen und Waffen von einigen Posten abgezogen. Die Maßnahmen sind Teil eines Abkommens zum Abbau der militärischen Spannungen, das die Armeeführungen beider Staaten im September unterzeichnet hatten.

Von RND/AP/dpa/ngo

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