„#outinchurch“: Bischof Bode sieht in Outing-Aktion eine „längst überfällige Debatte“

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, Vizevorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, Vizevorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Osanbrück. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hält Änderungen in der Sexualmoral der Kirche und im kirchlichen Arbeitsrecht für überfällig. „In der Beteiligung an der Kampagne „#outinchurch – für eine Kirche ohne Angst“ sehen wir einen mutigen Schritt von 125 queeren Mitarbeitenden der katholischen Kirche aus dem ganzen Land“, teilte der katholische Bischof mit. „Zugleich mahnen diese Zeugnisse eine längst überfällige Debatte an.“

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Die Loyalität von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde arbeitsrechtlich eng an die Lebensform gebunden. Im Bistum Osnabrück werde nach Kräften nach Einzelfall-Lösungen gesucht, aber diese schafften Unsicherheiten. „Es ist dringend notwendig, für alle Seiten verlässliche Lösungen zu finden“, sagte Bode.

In einer beispiellosen Aktion hatten sich am Montag 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche als queer geoutet und ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung.

Bischof Bode sprach vom „hohen persönlichen Einsatz“ der Beteiligten und sagte: „Ich war mit zwei Mitarbeitenden vor Start der Kampagne im Gespräch, ein Zeichen für die vertrauensvolle Atmosphäre in unserem Bistum.“

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Nach Medienberichten sprach sich auch Hildesheims Bischof Heiner Wilmer dafür aus, dass im Reformprozess der Kirche das kirchliche Arbeitsrecht in den Blick genommen werde müsse, damit viele Mitarbeiter der Kirche ihre sexuelle Orientierung nicht weiter verheimlichen müssten.

RND/dpa

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