Lehrer warnen vor Durchseuchung an den Schulen

Wie können Schüler am besten vor Corona geschützt werden?

Wie können Schüler am besten vor Corona geschützt werden?

Berlin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warnt vor einer Corona-Durchseuchung in den Schulen und pocht darauf, Schutz­maßnahmen für Schülerinnen und Schüler je nach Höhe der Inzidenz auszubauen. „Statt Infektionen hinzunehmen oder zu verharmlosen, müssen bei stärkerem Infektions­geschehen unter Kindern und Jugendlichen auch mehr Schutz­maßnahmen ergriffen werden“, sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Wer da jetzt wegschaut, nimmt die Durchseuchung der Ungeimpften in Kauf.“

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Die Gefahr von Long Covid

Bei den Zehn- bis 24-Jährigen gebe es eine mehr als doppelt so hohe Inzidenz wie in der Gesamt­gesellschaft, führte der Lehrer­gewerkschafter aus. Im Fall der Fünf- bis 14-Jährigen hätten sich die Zahlen zuletzt innerhalb von nur einer Woche verdoppelt, sagte er. Das häufig angeführte Argument, dass Kinder eine Infektion mit dem Coronavirus meist gut überstehen und nur leichte Symptome entwickeln, greife zu kurz. „Auch für Kinder besteht laut wissenschaftlichen Studien die Gefahr von Long Covid“, warnte Beckmann.

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„Wer es zulässt, dass sich über den Winter alle Kinder infizieren, weil die Inzidenz für Maßnahmen an den Schulen kaum noch eine Rolle spielt, nimmt damit auch in Kauf, dass bis zu 10 Prozent von ihnen später lange Zeit in der Schule fehlen und an Konzentrations­fähigkeit einbüßen werden“, warnte der Gewerkschafts­chef. Die Hospitalisierungs­rate als Kriterium für Maßnahmen in der Corona-Pandemie reiche gerade mit Blick auf die Entwicklung an den Schulen nicht aus.

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Dass das Testen an den Schulen in einigen Regionen ausgesetzt werden solle, sei fahrlässig. „Mindestens zweimal in der Woche muss in Schulen getestet werden, auch um Messfehler auszugleichen“, forderte Beckmann. Hierbei auf einen Mix aus PCR-Pool-Testung und Schnelltests zu setzen könne sinnvoll sein. „Wichtig sind zudem Luftfilter und Luftreinigungs­geräte, die möglichst schnell an die Schulen kommen müssen“, setzte er hinzu. „Nicht zuletzt muss dort, wo das Infektions­geschehen stark ausgeprägt ist, auch das Maskentragen weiter praktiziert werden.“

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