Europa zwischen den Fronten

Meine Rakete, deine Rakete: Russlands Präsident Putin und US-Präsident Trump nehmen Anlauf zu einem neuen Wettrüsten. Dagegen protestierten Anti-Atomwaffen-Aktivisten am Freitag vor der US-Botschaft in Berlin.

Meine Rakete, deine Rakete: Russlands Präsident Putin und US-Präsident Trump nehmen Anlauf zu einem neuen Wettrüsten. Dagegen protestierten Anti-Atomwaffen-Aktivisten am Freitag vor der US-Botschaft in Berlin.

Berlin. Die Spirale des Wettrüstens scheint bereits in Gang gesetzt, zumindest in verbaler Hinsicht. Nach der Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrags durch die USA fliegen zwischen Washington und Moskau die Vorwürfe und Gegenvorwürfe hin und her – über die Köpfe der Europäer hinweg. Dabei ist es Europa, das im Kriegsfall in eine Atomlandschaft verwandelt werden könnte.

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Europa steht im Fadenkreuz des aufziehenden neuen Wettrüstens zwischen Russland und den USA. Diese bedrohliche Lage verpflichtet jetzt das politische Spitzenpersonal des Kontinents zu diplomatischen Höchstleistungen. Mit Mahnungen und Appellen aus Europas Hauptstädten, wie sie nun hier und da zu vernehmen sind, ist es nicht getan.

Osteuropa einbinden

Berlin, Paris und London müssen sich – Brexit hin oder her – zusammentun, um Gehör zu finden. Vor wenigen Tagen, als sie eine Zweckgesellschaft gründeten, um das Nuklearabkommen mit dem Iran zu retten, haben die drei westeuropäischen Staaten gezeigt, über welch diplomatische Schlagkraft sie gemeinsam verfügen. Zur Rettung des INF-Vertrags müssen sie Osteuropa einbinden. Gemeinsam mit Polen, Balten, Rumänen und Bulgaren sollten Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegenüber Moskau und Washington mit Druck und Lockangeboten auf die Rückkehr zur Rüstungskontrolle pochen – und dabei auch die neuen Nuklearmächte in Asien einbinden.

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Illusorisch? Vielleicht. Aber tatenlos zuzusehen, wie man selbst zwischen die Fronten gerät, verbietet sich.

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Von Marina Kormbaki/RND

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