EKD-Ratsvorsitzende Kurschus: „Viele Menschen sind von Furcht und Sorge getrieben“

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche.

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche.

Berlin. Annette Kurschus ist seit November 2021 Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die 58-jährige Theologin wurde bundesweit bekannt, als sie 2015 im Kölner Dom eine Ansprache an die Hinter­bliebenen bei einer Trauerfeier für die Opfer des Absturzes einer Germanwings-Maschine hielt.

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Frau Kurschus, 2021 war für viele Menschen ein schwieriges Jahr, das gesund­heitlich und gesell­schaftlich von der Pandemie, aber auch von Ereignissen geprägt war, die offenbar mit dem Klimawandel im Zusammen­hang stehen. Wird 2022 besser?

Das vor uns liegende Jahr wird auf jeden Fall anders. Schließlich haben wir aus den Erfahrungen des Jahres 2021 einiges gelernt. Es gab ein tiefes Erschrecken darüber, wie es ist, wenn jeder nur an sich denkt. Zugleich war da die kostbare Erfahrung, wie Menschen einander helfen.

Beides nehmen wir mit in ein neues Jahr, und jeder und jede Einzelne ist mit dafür verantwortlich, was wir daraus machen – für uns persönlich und für die Gemeinschaft.

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Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für uns 2022?

Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich vergrößert, dieses alarmierende Phänomen muss uns in Zukunft intensiv beschäftigen. Der Anteil von Menschen, die in Armut leben, liegt in unserer Gesellschaft inzwischen bei 16,1 Prozent. Das ist erschreckend.

Durch die Flut in den Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind uns die Auswirkungen des Klimawandels hautnah auf den Leib gerückt. Es ist höchste Zeit, mehr Dynamik in die Bewahrung der Schöpfung zu bringen. Damit hängen unmittelbar auch die Fragen von Flucht, Vertreibung und Migration zusammen. Alle diese Themen werden uns weltweit herausfordern.

Ihre Kirche hat mit starkem Mitglieder­schwund zu kämpfen. Wofür soll sie stehen in diesem Jahr?

Die evangelische Kirche will Orientierung geben in einer Welt, die sich ihrer Verletzlichkeit in nie gekannter Weise bewusst geworden ist. Die Botschaft, von der wir leben und die wir weitergeben, hat die Kraft, Menschen zusammen­zubringen und die Hoffnung wachzuhalten. Es ist ein großer Unterschied, ob Menschen aus Angst handeln – oder aus Zuversicht.

Zurzeit sind viele Menschen von Furcht und Sorge getrieben. Die Kirchen tragen den Ton der Verheißung in die Welt. Der speist sich aus der Zusage Gottes: Es kann und es wird gut werden. Deshalb hat jeder noch so kleine Einsatz für das Leben und für andere Menschen Sinn.

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Die neue Bundes­innen­ministerin sieht im Rechts­extremismus und im wachsenden Antisemitismus die größten Probleme für die Gesellschaft. Wie sehen Sie das?

Rechtsextremismus und Antisemitismus sind hochgefährlich. Beide dürfen in Deutschland nicht erneut an Boden gewinnen, beide haben zu unsäglicher Zerstörung und Vernichtung geführt. Der christliche Glaube zieht hier klare rote Linien. Er hat seine Wurzeln im Judentum.

Wo rechtsextremistische oder antisemitische Töne laut werden, stehen wir fest an der Seite jüdischer Menschen. Denn vernichtende Worte werden schnell zu vernichtenden Taten. So weit darf es nicht kommen.

Annette Kurschus wurde im November zur Vorsitzenden des Rats der EKD gewählt.

Annette Kurschus wurde im November zur Vorsitzenden des Rats der EKD gewählt.

In der Pandemie haben wir es stellenweise mit extremen Positionen und zunehmenden Aggressionen zu tun. Einige sehen die Gefahr, dass sich die Gesellschaft spalten könnte. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Wir sollten eine Spaltung der Gesellschaft nicht herbeireden. Es sind in Wirklichkeit kleine – aber lautstarke – Minderheiten, die für sich beanspruchen, eine ganze Gesellschaft zu spalten. Wir alle sind erschöpft und müde. Auch ich selbst reagiere bisweilen nervös und gereizt; die Tonlage verändert sich. Das ist nicht zu unterschätzen, wir brauchen zurzeit viel feines Gespür füreinander.

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In dieser fragilen und emotional aufgeheizten Situation halte ich es für besonders wichtig, Vertrauen zu schaffen – etwa durch Information, Aufklärung, Gespräche. Da haben auch wir Kirchen eine besondere Aufgabe und Chance.

Was heißt das?

Es geht darum, Veränderungen und Konflikte wahrzunehmen, ernst zu nehmen und darauf zu reagieren. Wir brauchen klare Haltungen – und zugleich die spürbare Achtung vor denen, die anders denken. Das weicht die eigene Haltung nicht auf, hält sie aber nicht für das einzig richtige Denken.

Niemand hat die Wahrheit gepachtet – wir alle versuchen nach bestem Wissen und Gewissen, Verantwortung zu übernehmen.

Vor einem Jahr folgte Joe Biden einem US-Präsidenten Trump, den viele als Politikertypus in solch einem Amt im Westen nicht für möglich gehalten hatten. Wie anfällig sind Demokratien wie unsere für solche Typen?

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Unsere neue Regierung steht für ein ausgewogenes Miteinander in unserer Demokratie. In der Dreierkoalition werden die beteiligten Parteien einander gegenseitig anspornen und korrigieren. Das halte ich für einen Gewinn.

Demokratie fällt nicht vom Himmel, wir werden sie nie als sichere Errungenschaft besitzen. An der Demokratie muss permanent gearbeitet werden, damit sie nicht anfällig wird für Führungstypen, die sie missachten.

Das Impftempo ist ordentlich gestiegen. Was sollte von den Verantwortlichen bei der Pandemie­bekämpfung besser gemacht werden als bislang?

Wir brauchen aus meiner Sicht klare, realistische Ansagen und weniger Alarmismus, der verhindern soll, dass wir leichtsinnig und nachlässig werden. Alarmismus schürt Angst und macht schlechte Stimmung.

Hilfreicher scheint mir, Ziele zu setzen und plausible Szenarien aufzuzeigen, wie wir diese Ziele gemeinsam erreichen können. Alle sollten wissen: Wenn sich alle miteinander besonnen und umsichtig verhalten, werden wir die Pandemie bestehen.

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Allein in Deutschland werden schon mehr als 110.000 Corona-Tote beklagt. Fürchten Sie, dass der Corona-Pandemie eine Trauerepidemie folgt?

Die Trauerwelle nach den Corona-Wellen ist tatsächlich eine große Aufgabe für unsere Gesellschaft. Wir Kirchen haben hier eine ganz besondere Verantwortung und unverwechselbare Möglichkeiten. Bei den öffentlichen Feiern zum Gedenken an die Corona-Toten wurde deutlich, wie unverzichtbar kollektives Erinnern und Trauern ist. Eine Gesellschaft darf ihre Toten nicht vergessen.

Zurzeit ist für Trauer eindeutig zu wenig Raum. Immer wieder hält uns eine neue Infektionswelle in Atem, eine neue Virusvariante. Eine Not jagt die andere. Ähnlich empfinden das übrigens die Betroffenen der Flut im vergangenen Sommer. Auch sie haben Menschen verloren, und es darf nicht passieren, dass wir diese Toten aus dem Blick verlieren.

Die Kirchen engagieren sich für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Auf den griechischen Inseln, an der belarussisch-polnischen Grenze sowie am Ärmelkanal ereigneten sich im zurückliegenden Jahr Tragödien. Steht uns ein neues 2015 bevor?

Hinter die Erfahrungen von 2015 kommen wir nicht mehr zurück, wir haben daraus gelernt. Migration bleibt ein Menschheitsthema, sie hört nie auf. Für Europa ist es aus meiner Sicht jetzt eine der vornehmsten Aufgaben, eine belastbare Migrationspolitik zu entwickeln und das gemeinsame Vorgehen an den europäischen Außengrenzen zu regeln.

Die zivile Seenotrettung, die manche Politiker als Schlepperhilfe kritisieren, wird von der EKD unterstützt. Wird diese Hilfe 2022 verstärkt?

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Ich halte das Anliegen grundsätzlich für wichtig. Die EKD ist Teil eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses zur Seenotrettung, das die Rettungs­organisationen mit Spenden unterstützt. Da werden wir weiter am Ball bleiben. Wir wissen, dass die dahinterliegende Problematik sowie die Fluchtursachen dadurch noch nicht gelöst werden. Wir lassen aber Menschen, die in Not sind, nicht im Stich.

Wenn es um Menschenrechte geht, geraten die Olympischen Winterspiele im Februar in Peking und die Fußball-WM in Katar Ende des Jahres in den Fokus. Was halten Sie von Sportevents in solchen Ländern und sollte es Boykotts geben?

Ich halte einen Boykott zum jetzigen Zeitpunkt für zu spät. Er würde vermutlich neue Probleme schaffen. Die Kirchen haben viel dafür getan, dass die Situation in den betroffenen Ländern bei uns bekannt wird. Da werden die Ärmsten der Armen auf schändliche Weise ausgebeutet. Das kann niemand gutheißen.

Vizekanzler Habeck spricht von Zumutungen, die die Deutschen bei der Umsetzung des Plans zur Klimaneutralität erwarteten. Verstehen Sie, dass es Menschen gibt, die diese Transformation fürchten und sie lieber ablehnen?

Der Weg zur Klimaneutralität fängt bei mir selbst und meinen Lebens­gewohnheiten an. Das ist unbehaglich und weckt Befürchtungen. Ich muss womöglich auf manches verzichten, manches verändern. Das ist nie bequem.

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Welches Auto fahre ich – und wie schnell? Wie heize ich – und womit? Wie ist meine Wohnung gedämmt, wo kaufe ich ein – und was? Das alles kommt plötzlich auf den Prüfstand.

Geht es Ihnen auch so?

Na klar. Wichtig ist mir: Nicht die Angst vor dem Untergang treibt mich an, sondern die Gewissheit, dass Gott Gutes vorhat mit seiner beschädigten Schöpfung. In der Veränderung der Gewohnheiten gibt es übrigens durchaus positive Erfahrungen.

Ich benutze häufiger das Fahrrad statt des Autos und merke, es tut mir körperlich gut, außerdem treffe ich unterwegs Menschen, mit denen ich ins Gespräch komme. Plötzlich bemerke ich Kleinigkeiten am Wegesrand, die ich im Auto noch nie wahrgenommen habe.

Das klingt ein bisschen rosig.

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Ist es nicht. Der Weg zur Klimaneutralität ist zweifellos komplex und wird hart. Da gibt’s nichts schönzureden. Und: Verzicht und Einschränkung haben ein großes, lohnenswertes Ziel: Wir machen uns jetzt auf den Weg, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder gut und gern leben können. Dazu will ich persönlich meinen Teil beitragen.

Macht es sich der Norden nicht zu leicht, ökologisch korrekt zu leben, wenn bei uns beispiels­weise viele Rohstoffe für E-Autos oder Windräder aus dem Raubbau an der Natur im Süden stammen?

Der Weg zur Klimaneutralität kostet nicht nur die Umstellung des Lebensstils, er kostet auch Geld. Wer nicht jeden Cent umdrehen muss, hat es leichter, sich zu engagieren oder hohe Maßstäbe an andere anzulegen. Insofern hat die Klimafrage sehr viel mit Gerechtigkeit zu tun.

Bereits jetzt sind es die Menschen in den ärmeren Ländern dieser Erde, die unter den Auswirkungen des Klimawandels immens zu leiden haben, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Das ist ungerecht. Dieses Ungleichgewicht darf nicht so bleiben.

Die Mitglieder des neuen Bundeskabinetts bei der Vereidigung im Bundestag. (Oben links nach rechts) Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin; Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft; Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz; Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales; Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz; (Mitte links nach rechts) Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz; Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit; Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD); Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesministerin für Bildung und Forschung; Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen; (unten links nach rechts) Wolfgang Schmidt (SPD), Chef des Bundeskanzleramts; Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern und der Heimat; Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung; Klara Geywitz (SPD), Bundesministerin für Bau und Wohnen; Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales; Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Mitglieder des neuen Bundeskabinetts bei der Vereidigung im Bundestag. (Oben links nach rechts) Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin; Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft; Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz; Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales; Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz; (Mitte links nach rechts) Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz; Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit; Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD); Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesministerin für Bildung und Forschung; Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen; (unten links nach rechts) Wolfgang Schmidt (SPD), Chef des Bundeskanzleramts; Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern und der Heimat; Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung; Klara Geywitz (SPD), Bundesministerin für Bau und Wohnen; Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales; Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Frau Kurschus, die EKD wird von starken Frauen geführt. Auch das Bundes­kabinett ist fast paritätisch besetzt. Führt das zu mehr Gleich­berechtigung in der Gesellschaft?

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Davon bin ich überzeugt. Und darüber freuen sich auch viele Männer. Die Hälfte unserer Bevölkerung ist weiblich, mehr Frauen in Führungspositionen sollten also selbstverständlich sein. Wir brauchen die Geschlechter­vielfalt in sämtlichen Bereichen unserer Gesellschaft, weil sie zur Ganzheit unseres Lebens gehört.

In Wirklichkeit sind wir davon noch weit entfernt. Auch hier gibt es leider nach wie vor manche Ungerechtigkeiten – etwa wenn Frauen für dieselbe Arbeit weniger verdienen als Männer.

Was beherrschen Frauen besser als Männer?

So wenig ich von Pauschalisierungen halte: Frauen achten in besonderer Weise darauf, ob an alle gedacht ist, ob alle zu Wort kommen und ob es allen gut geht. Das macht manche Prozesse langwieriger und umständlicher – führt aber am Ende oft dazu, dass die Ergebnisse nachhaltiger sind.

Was können Männer besser als Frauen?

Ich beobachte bei vielen Männern, dass sie Prozesse zielorientiert und sachlich vorantreiben, ohne auf weiche Faktoren wie Atmosphäre und Befind­lichkeiten zu achten. Das kann ungeheuer hilfreich sein, weil man schneller zum Ziel kommt. Die Gefahren liegen allerdings auf der Hand.

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Auf keinen Fall lassen sich Frauen und Männer auf diese Typisierungen festlegen.

Die Kirche trug Ende der 1980er-/Anfang der 1990er-Jahre wesentlich zur politischen Transformation in Deutschland bei. Hat sie drei Jahrzehnte später noch die Kraft, Veränderungen entscheidend zu unterstützen?

Eine große Stärke und ein großer Schatz von Kirche sind ihre Gemeinden vor Ort. An der Basis haben wir jede Menge engagierter Menschen, die sich unermüdlich einsetzen und Veränderungen voranbringen. Wir tragen unsere christliche Perspektive in öffentliche Debatten – etwa zur Klimafrage.

Wir mischen uns ein, wenn es um konkrete Fürsorge und Hilfe geht – etwa für Flüchtlinge und Menschen in Not. Dies wird so bleiben. Wo es uns aus unserem christlichen Glauben heraus geboten erscheint, werden wir auch künftig Veränderungen nicht nur begleiten und unterstützen, sondern sie anstoßen und uns an die Spitze der Bewegung stellen.

In dreieinhalb Monaten feiern wir Ostern. Wird es auch für die Gesellschaft insgesamt wie für die Christen ein Fest der Wieder­auferstehung, des Aufbruchs, der Freude werden?

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Unbedingt! Zu Weihnachten haben wir gefeiert, dass der Schöpfer der Erde sich als verletzliches Kind in die Welt begibt, sich Gefahren und Nöten aussetzt und selbst die Verletzlichkeit aushält – auch später als erwachsener Mensch, bis hin zum Tod. Daraus ist neues Leben geworden.

Mir gibt das Hoffnung in allem, was wir gerade durchmachen. Auch die Not der Pandemie trägt das Potenzial von Verwandlung zu neuem Leben in sich. Etwas davon wird sich zeigen, wenn wir allmählich lernen, mit der Gefahr des Virus zu leben. Ostern könnten wir darin schon ein ganzes Stück weiter sein.

Interview: Thoralf Cleven

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