Vor MPK: Stark-Watzinger dringt auf behutsames Tempo bei Lockerungen in den Schulen

Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger will an den derzeit geltenden Hygienemaßnahmen an den deutschen Schulen vorerst festhalten.

Berlin. Unmittelbar vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) Vorsicht an den Schulen angemahnt. „In den Schulen sollten wir in den kommenden Wochen noch Vorsicht walten lassen. Denn mit gut umgesetzten Hygienemaßnahmen können wir dort sehr viel gegen Infektionen tun“, sagte Stark-Watzinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Grundsätzlich betonte die Ministerin: „Wenn die Gründe für tiefgreifende Grundrechtseingriffe im Kampf gegen die Pandemie entfallen, dann müssen auch die Maßnahmen entfallen.“ Sie denke dabei zuerst an Einschränkungen wie 2G zulasten von Einzelhandel und Gastronomie. „Der Kanzler und die Ministerpräsidenten müssen einen konkreten Stufenplan zurück zur Normalität beschließen“, verlangte sie.

Konkret sagte sie zur Lage an den Schulen: „Wenn wir die Schüler weiter regelmäßig testen und sie in der Schule Masken tragen, können wir den Präsenzunterricht und den Infektionsschutz gut miteinander verbinden.“ Das sei auch ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit, sagte sie.

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„Deshalb sollten wir noch ein paar Wochen daran festhalten – bis die Infektionslage Lockerungen im Bildungsbereich regional differenziert erlaubt“, erklärte die Ministerin. „Niedrigschwellige Hygienemaßnahmen könnten in den Schulen entsprechend den Empfehlungen der Wissenschaft auch danach noch nötig sein.“

Mehr Austausch mit Schülerinnen und Schülern

Nach viel beachteten Protesten von Schülervertretern unter dem Hashtag #WirWerdenLaut versprach die Ministerin für die kommenden Jahre einen verstärkten Dialog. „Als Bildungsministerin habe ich mir ohnehin das Ziel gesetzt, mit Schülerinnen und Schülern bei allen Themen intensiver im Austausch zu sein“, sagte sie. Das gelte nicht nur bei der Bewältigung der Pandemie und dem Infektionsschutz, sondern vor allem auch bei der schnelleren Digitalisierung der Schulen.

„Mehr Zuhören, mehr Dialog: das ist mein Angebot an die Schülervertreter für die kommenden Jahre“, sagte Stark-Watzinger. Sowohl mit Vertretern der Bundesschülerkonferenz als auch mit den Initiatoren von „Wir werden laut“ habe es bereits einen guten Austausch gegeben.

Studierende sollen zurück zum Präsenzstudium

Darüber hinaus rief Stark-Watzinger dazu auf, so viel normalen Betrieb mit Präsenzveranstaltungen an den Universitäten und Fachhochschulen abzuhalten wie möglich. „Es gibt Studierende, die haben noch nie ihre Hochschule von innen gesehen. Das muss man sich einmal vorstellen“, sagte sie.

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„Gleichzeitig haben sich die Studentinnen und Studenten in der Pandemie sehr solidarisch gezeigt und eine hohe Impfquote“, fügte sie hinzu. „Ich appelliere daher an die Länder, an den Hochschulen so viel Normalität wie möglich zu ermöglichen“, sagte die Ministerin.

Das ganze Interview mit Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger lesen Sie hier.

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