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Kritik nach Corona-Gipfel: Gesundheitspolitiker Dahmen fordert FFP2-Pflicht im Einzelhandel

Janosch Dahmen spricht sich für eine FFP2‑Masken-Pflicht im Handel aus, wenn die 2G‑Regel gekippt wird,

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hat die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsschritte gelobt. „Die Einigung auf einen stufenweisen Öffnungsplan ist sinnvoll, denn wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig alle Instrumente zur Pandemiebekämpfung aus der Hand geben“, sagte Dahmen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Stufenweise Lockerungen bei sinkenden Fallzahlen sind sinnvoll, und wenn wir sie geordnet nacheinander angehen, senken wir das Risiko, wieder zurückgeworfen zu werden.“

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Zu einigen beschlossenen Öffnungsschritten äußerte Dahmen jedoch Bedenken: Zwar sei es der richtige Schritt, bundesweit die Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel aufzuheben. Wichtig sei aber, dass es eine Maskenpflicht in Innenräumen gebe. „Ich halte es für sinnvoll, hier nicht nur auf medizinische Masken zu setzen, sondern die besonders effektiven FFP2-Masken verpflichtend zu machen“, so Dahmen.

Er erklärte: „Aus medizinischer Perspektive brauchen wir eine FFP2-Masken-Pflicht beispielsweise im Einzelhandel, wenn dort jetzt 2G-Regeln wegfallen.“ Unter Omikron habe man gesehen, dass die FFP2-Maske äußert wirksam sei und sehr gut vor einer Ansteckung schütze.

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Dahmen: Rücknahme der Lockerungen muss möglich sein

Dahmen forderte zudem, bei den Lockerungen weiterhin die Belastung in den Kliniken zu berücksichtigen. Wichtig sei, die Öffnungsschritte nicht an kalendarischen Daten festzumachen, sondern immer in Abhängigkeit aktueller Indikatoren zu den Auswirkungen der Pandemie. „Die Öffnungen von Clubs und Diskotheken im zweiten Schritt sollte an die Besserung von tagesaktuellen Leitindikatoren wie die Hospitalisierungsrate, die Bettenverfügbarkeit und den Ausfall von Klinikpersonalressourcen geknüpft werden.“

Wenn die Hospitalisierungsrate zunehme und es auch auf den Normalstationen weniger freie Betten gebe, „dann müssen Clubs und Diskotheken in besonders belasteten Regionen erst zu einem späteren Zeitpunkt öffnen oder bei einer neuerlichen Verschlechterung wieder schließen“, so der Grünen-Gesundheitspolitiker. „Diese regionalen Handlungsspielräume müssen wir uns offenhalten.“

Mit Blick auf Großveranstaltungen erklärte Dahmen, dass weiterhin Abstandsregeln gelten müssten: „Bei Großveranstaltungen im Freien sind Lockerungen absehbar möglich, solange hier verlässlich die Abstände eingehalten werden.“ Er fügte hinzu: „Wichtig ist aber, dass auch dort die Maskenpflicht konsequent umgesetzt und kontrolliert wird. Wenn die Belastung des Gesundheitswesens in einigen Regionen wieder steigt, brauchen wir dort aber kurzfristig auch Schutzmaßnahmen zurück.“

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Dass Bund und Länder über den 20. März hinaus an Basismaßnahmen festhalten wollen, hält Dahmen für richtig. Schließlich sei die Pandemie am 20. März nicht zu Ende. „Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir weiterhin Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und im Nah- und Fernverkehr haben.“ Die Maskenpflicht bezeichnete Dahmen als „eines der wirkungsvollsten Instrumente, das wir in der Pandemie haben“. Er geht davon aus, dass man die Masken noch weitere Monate brauchen werde.

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