Grüne und SPD profitieren am stärksten von der Wählerwanderung

Bundestagswahl 2021.

Bundestagswahl 2021.

Berlin. Die Grünen konnten zwar ihr Wahlziel nicht erreichen, ins Kanzleramt einzuziehen. Doch sie verzeichneten einen hohen Stimmenzuwachs, der zu Lasten der anderen Parteien ging: Nach einer Auswertung von Infratest Dimap konnten die Grünen die meisten Wählerinnen und Wähler von anderen Parteien für sich gewinnen: insgesamt 2,69 Millionen.

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Danach kamen die höchsten Zugewinne von der Union (900.000), gefolgt von Wählerinnen und Wähler der Linkspartei (400.000) und der SPD (320.000).

Die SPD konnte ein Plus von 1,8 Millionen Wähler verzeichnen, die meisten von der Union (1,36 Millionen Wähler) und von den Linken (590.000).

Die Union hat die höchste Zahl von Wählerinnen und Wählern bei dieser Bundestagswahl an andere Parteien verloren: insgesamt 3,9 Millionen, die meisten von ihnen an die SPD und die Grünen. Die FDP gewann insbesondere von der Union (340.000). Die AfD verlor unter anderem an die SPD (210.000), gewann aber Stimmen von der Linkspartei (110.000).

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Verschiebungen in Wählerstruktur

Deutliche Verschiebungen gab es nach einer Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen in der Wählerstruktur: Danach hat die Union ihre Bastion 60 plus verloren, wohingegen die SPD hier Gewinne erzielte: Mit 35 Prozent (plus 11 Prozentpunkte) liegt sie hier mit der Union (34 Prozent; minus 7 Prozentpunkte) nun auf Augenhöhe.

Bei allen unter 60-Jährigen führt die SPD mit 22 Prozent, während die Grünen nun mit der Union auf einem Niveau (18 beziehungsweise 19 Prozent) liegen. Bei den unter 30-Jährigen fällt die Union mit nur noch 11 Prozent weit hinter Grüne (22 Prozent), FDP (20 Prozent) und SPD (17 Prozent) zurück.

Auch interessant: 68 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das Ergebnis der Union mit einem Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU) besser gewesen wäre. Bei den Unionsanhängerinnen und ‑anhängern sind sogar 75 Prozent dieser Meinung.

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Nicht ganz so klare Ergebnisse gibt es hierbei hinsichtlich der Grünen: 49 Prozent sind der Ansicht, Robert Habeck hätte ein besseres Ergebnis eingefahren. 34 Prozent sehen keinen Unterschied. Bei den Grünen-Anhängerinnen und ‑Anhängern sind sogar 52 Prozent überzeugt, Habeck wäre der bessere Kandidat gewesen. 37 Prozent meinen, dass ein anderer Kandidat keinen Unterschied gemacht hätte.

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